Schweinehund 0 – Tobi 1

Motiviert durch einen Kollegen der Alterklasse 50+, der sich zum Ziel gesetzt hat, fünf Kilometer in unter 30 Minuten zu Laufen, musste ich gleich mal eine kleine Positionsbestimmung für mich selbst machen.

Aktuell läuft der Kollege Zeiten um die 37 Minuten, hat aber seit seinem ersten Lauf schon Fortschritte gemacht. Ich bin etwa zwölf Jahre jünger als er, schleppe zum Ausgleich dafür aber einige Kilo mehr mit mir rum (vermutlich irgendwas so um die zwei Kästen Bier).

Nachdem ich schon mit dem Fahrrad die 23 Kilometer von der Arbeit nach Hause gefahren bin und mich danach gut gefühlt habe, bin ich bei leichtem, aber dauerhaftem Regen im Dunkeln gestartet. Ich vermute mal, dass sich das etwas negativ auf die Zeit ausgeübt hat, da ein Teil der Strecke unbeleuchtet ist, man somit nur schlecht sehen kann und unterbewusst vielleicht etwas langsamer und damit vorsichtiger läuft.

Auf der ganzen Strecke habe ich nicht ein einziges Mal auf meine Pulsuhr geschaut. Damit wollte ich verhindern, dass ich vielleicht etwas übermotiviert an die Sache rangehe. Ich bin quasi mein Tempo gelaufen, bei dem ich mich noch einigermaßen wohl gefühlt habe. Eine meiner beiden Standardstrecken, die ich gelegentlich mal laufe, ist zufällig genau fünf Kilometer lang. So weiß ich natürlich auch, wo ich aufhören muss.

Wie war nun meine Zeit? Nach 29 Minuten und 25 Sekunden hatte ich die Strecke hinter mir. Ich bin also genau da, wo der Kollege noch hin will – he he. Gewicht bremst also doch nicht so stark wie Alter.

Erstaunlicherweise habe ich gerade in meinen Aufzeichnungen festgestellt, dass ich die Runde zum letzten Mal 2012 gelaufen bin und etwa zur gleichen Zeit (19.02.2012) auch mit dem Laufen begonnen habe. Leider war damit aber nur einen Monat später schon wieder Schluss. Aber dann begann ja auch die Fahrradsaison. Noch viel erstaunlicher ist aber, dass meine Zeiten damals alle deutlich über der heute erreichten Zeit lagen. Dafür lag ich mit meiner Herzfrequenz vor zwei Jahren aber wesentlich tiefer. Aber das wird sich mit den nächsten Läufen hoffentlich legen.

Ein Anfang ist jedenfalls gemacht. Und vielleicht schleppe ich dann auch keine zwei Kästen Bier als Ballast mehr mit mir rum.

Maker Faire 2014 in Hannover

Nachdem die Maker Faire 2013 in Hannover ein voller Erfolg war, ließ es sich natürlich nicht vermeiden, auch in diesem Jahr eine zu veranstalten. Glücklicherweise hat man aus der letztjährigen Veranstaltung gelernt, die ja reichlich überfüllt war. Zum einen verteilt es sich jetzt auf zwei Messehallen und den Außenbereich im HCC. Zum anderen wird die Veranstaltung auch auf zwei Tage ausgedehnt und findet am 5. und 6. Juli 2014 statt.

Weitere Informationen gibt es auf der Veranstalterseite. Wer bis Ende März Tickets bestellt, bekommt einen 15%igen Frühbucherrabatt. Aussteller werden natürlich auch noch gesucht.

Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein.

Welche Akzeptanz die Maker Faire in den USA hat, kann man übrigens daran sehen, dass in diesem Jahr das Weiße Haus als Veranstaltungsort hinzugekommen ist.

It’s good to be evil – Dungeon Keeper für Android

1997 erschien eines meiner Lieblingsspiele – Dungeon Keeper. In dem Spiel nimmt der Spieler unüblicherweise die Rolle des Bösen ein und muss ein möglichst attraktives Dungeon erstellen, um viele und starke Monster anzuziehen, die es dann gegen einfallende Helden verteidigen. Nur zwei Jahre später folgte Dungeon Keeper 2, welches ich auch total gerne gespielt habe.

Heute habe ich in einem Golem.de-Artikel gelesen, dass EA Dungeon Keeper für Android und iOS als Free-to-play veröffentlicht hat.

Dem Artikel als auch den Bewertungen im Play-Store zur Folge empfinden viele Spieler die zwingend notwendige Internetverbindung ab. Auch scheint man nach relativ kurzer Zeit nicht an In-App-Käufen vorbei zu kommen, da sonst einige Spielaktionen ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen, was man durch entsprechendes Kleingeld abkürzen können soll.

Ich schreibe das absichtlich im Konjunktiv, weil ich mir leider kein richtiges Bild davon machen konnte. Das Spiel erfordert  tatsächlich eine dauerhafte Internetverbindung. Das ist natürlich unpraktisch, wenn man es gerne im Zug spielen möchte, wo diese nicht durchgehend vorhanden ist.

Bevor es losging, fing es gleich an zu nerven. Es wollte meine Google+-Kontodaten und die Daten meiner Google+-Kreise in Erfahrung bringen. Ob man das komplett verhindern kann, weiß ich leider nicht. Aber man kann bei den beiden Punkten jede Menge Häkchen entfernen.

Danach ging’s auch gleich mit einem Tutorial-Level los. Eigentlich ist das ja ganz okay, nur fand ich es hier sehr störend, dass ich dauernd gezwungen war, eine bestimmte Stelle anzuklicken. Man konnte sich nicht mal in Ruhe umsehen und vielleicht auf eigene Faust herausfinden, was zu tun ist. Na ja, nachdem der Tutorial-Level abgehakt war, wurden die Nutzungsbedingungen eingeblendet. An dieser Stelle habe ich abgebrochen. Ein paar kleine Auszüge gefällig?

Wir behalten uns vor, diesen Vertrag jederzeit abzuändern, deshalb lesen Sie sie bitte regelmäßig nach.

Geht’s noch? Wenn ich nicht jedesmal die Nutzungsbedingungen nachlese, kann mir EA also sonst welche Klauseln unterschieben. Glücklicherweise dürfte das in Deutschland eh ungültig sein, da es sich in einem solchen Fall nur um eine einseitige Willenserklärung handelt. Aber alleine die Tatsache, dass sie es versuchen, vermiest mir schon die Stimmung. Aber es kommt noch schöner.

Um die Unterstützung, Entwicklung und Verbesserung des Produktes sowie weitere Dienstleistungen für Sie zu ermöglichen, willigen Sie ein, dass EA und bestimmte Drittparteien, die in Anhang A aufgeführt werden, Cookies, Web-Beacons und andere Analysetechniken verwenden dürfen, um technische und damit zusammenhängende Informationen in Bezug auf Ihr Mobilgerät, … Ortsinformationen, Hersteller und Modell Ihres Gerätes, Ihr Betriebssystem, Ihre Software und Anwendungen, einschließlich Anwendungsnutzungsdaten zu sammeln, zu verwenden, zu speichern und zu übertragen. Außerdem dürfen EA und/oder Drittparteien Spieldaten, Drittkonten-Autorisierungsdaten, … sammeln, speichern, benutzen und übertragen.

Das klingt ja schon nach einer Schnüffelei in nicht ganz unerheblichem Ausmaß. Aber es geht ja noch weiter.

Von Drittparteien gesammelte Daten werden im Rahmen der Datenschutzrichtlinien der Drittparteien gesammelt, benutzt, gespeichert, übertragen und offengelegt.

Also soll sich der geneigte Spieler auch noch die Datenschutzrichtlinien der Drittparteien durchlesen? Die sind in einem Anhang aufgelistet. Aber wir wissen ja, dass sich EA offen hält, den Vertrag jederzeit zu ändern. Also kann die Liste sich natürlich auch beliebig verlängern. Aktuell enthält der Anhang 61 Drittparteien im Bereich „mobile Werbung“ sowie 14 im Bereich „mobile Analystics“.

Ich gebe zu, ich habe mir nicht die kompletten Nutzungsbedingungen durchgelesen und einen großen Teil auch erst jetzt beim Schreiben dieses Artikels. Mir ist schon beim kurzen Überfliegen die Lust auf das Spiel vergangen. Das Spiel habe ich gleich wieder deinstalliert. Schade, ich hatte mich schon gefreut. Unter anderen Bedingungen wäre ich bereit gewesen, einige Euro zu investieren. Aber so? Nein danke. Da hat EA wohl den alten Dungeon Keeper-Slogan „It’s good to be evil“ falsch verstanden.

Glücklicherweise gibt es gog.com, wo Dungeon Keeper bzw. Dungeon Keeper 2 für kleines Geld zu haben sind. Gelegentlich gibt es dort ja auch noch ganz passable Preisnachlässe, bei denen ich mir die beiden Teile vor einiger Zeit schon ergattert habe.

 Nachtrag

Eine weitere Meinung zu dem Spiel, die einen anderen misslungenen Aspekt aufgreift und sehr deutlich veranschaulicht, gibt es hier.

Objektiver Zuwachs

Mich treibt gerade die Nachtfotografie um, sprich den Sternenhimmel abzulichten. Mit meinen Objektiven habe ich dabei aber nur mäßigen Erfolg gehabt, da diese im besten Fall eine Blendenzahl von 1:2,8 bieten. Ich bin kein Fachmann, habe aber das Gefühl, dass das einfach nicht lichtstark genug ist, um vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Um das etwas auszugleichen blieben eigentlich nur das Heraufsetzen des ISO-Wertes, was das Bild deutlich körniger werden ließ oder die Verlängerung der Belichtungszeit, was teilweise dazu führte, dass die Sterne Spuren hatten, da sich die Erde ja dreht.

Ich habe lange überlegt, ob ich mir das Canon 50mm 1:1,8 II oder das Canon 50mm 1:1,4 USM zulegen soll. Das 1,8er soll zwar auch tolle Ergebnisse liefern, jedoch soll die Materialanmutung doch eher der eines Joghurtbechers nahe kommen. Und wenn man den Rezensionen des Objektivs Glauben schenken darf, scheint es eine große qualitative Streuung zu geben. Außerdem soll der Autofokus ziemlich langsam und ungenau sein. Das größte Argument für das Objektiv ist der unschlagbare Preis von knapp 90 EUR.

Letztendlich ist es dann aber doch das 1,4er geworden. Dafür war nicht die bessere Blendenzahl, sondern eher der Autofokus mit Ultraschallmotor und die Verarbeitungsqualität ausschlaggebend. Der Preis lag zwar beim Dreifachen des anderen Objektivs, aber wenn ich schon Geld ausgebe, dann will ich auch was Vernünftiges haben.

Heute kam es jedenfalls in der Packstation an. Schnell ausgepackt und aufgeschraubt. Die Materialanmutung ist wie erwartet hoch und braucht sich hinter meinem Canon 60mm 1:2,8 USM-Makro nicht zu verstecken.

Ein paar Beispielbilder habe ich auch gemacht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Leider ist es heute sehr bewölkt, so dass es keine Aufnahmen des Sternenhimmels sind. Als Motiv diente ein Tulpenstrauß mit einer Lampe im Hintergrund. Die Tulpen waren dezenz von oben beleuchtet. Ansonsten war es eher dunkel im Raum.

Brennweite 50mm, Blende 1:1,4, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100
Brennweite 50mm, Blende 1:1,4, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100

Das ist also eines der ersten Bilder mit dem neuen Objektiv, welches ich als Referenz für die anderen nehme. Die technischen Daten stehen jeweils unter dem jeweiligen Bild. Ich habe versucht, ähnliche Bilder mit den anderen Objektiven bei möglichst ähnlichen Einstellungen zu erzielen. Als nächstes kommt mein Makro-Objektiv zum Einsatz.

Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100
Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100

Ups, das ist aber ganz schön dunkel. Mit ISO 400 sieht es dann aber schon besser aus.

Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 400
Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 400

Und wie schlägt sich mein Zoomobjektiv? Das bietet zwar eine Blende von 1:3,5, führt dann aber dazu, dass die Aufteilung des Bildes eine ganz andere ist. Von daher zoome ich etwas ran, so dass ich auch auf eine Brennweite von 50mm komme.

Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 100
Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 100

Oha, auch ganz schön dunkel. Also auch hier wieder die ISO-Zahl erhöhen.

Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 400
Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 400

Schon besser. Letztendlich gefällt mir das Bild meines neuen Objektivs einfach am besten.  Es folgt noch ein kleiner Vergleich der drei Objektive, bei dem klar wird, warum das neue das lichtstärkste ist, wenn man sich die Blendenöffnung anschaut.

Links: Canon EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM, Mitte: Canon EF-S 60mm 1:2,8 Makro USM, Rechts: Canon EF 50mm 1:1,4 USM
Links: Canon EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM, Mitte: Canon EF-S 60mm 1:2,8 Makro USM, Rechts: Canon EF 50mm 1:1,4 USM

Netzleichen

Vor mittlerweile zwei Jahren wurde Ulf Möller, ein ehemaliger Kollege von mir, den ich als sehr sympathisch und kompetenten Mitarbeiter leider nur am Telefon kennen gelernt habe, im Alter von 39 Jahren Opfer eines Gewaltverbrechens.

Die so weit ich weiß geständigen Täter wurden relativ schnell ermittelt und stehen seit einer Weile vor Gericht. Leider gab es mehrere Verzögerungen in dem Verfahren, so dass sie nach wie vor noch in Untersuchungshaft sitzen und ein Urteil immer noch aussteht.

Warum schreibe ich das? Sicherlich auch aus persönlichem Interesse an dem Fall. Hauptsächlich aber, weil ich heute bei Google+ gefragt wurde, ob ich Ulf Möller zu meinen Kreisen hinzufügen möchte.

ulf

 

Der Mann ist seit zwei Jahren tot. Wieso wird er mir also vorgeschlagen? Nun, die Antwort ist naheliegend. Seine Hinterbliebenen haben einfach seinen Account nicht gelöscht, aus welchem Grund auch immer.

Sollten längere Zeit inaktive Konten nicht automatisch deaktiviert werden? Keine Ahnung. Aus wirtschaftlicher Sicht für den Anbieter wäre das natürlich sinnvoll. Sollte der Benutzer aber noch leben und sich nur längere Zeit nicht angemeldet haben, wäre das natürlich auch nicht schön, da ggf. für ihn wichtige Daten verloren gehen könnten. Und das würde natürlich auch wieder negativ auf den Anbieter zurück fallen.

Google hat sich daher im April 2013 zu einem anderen Schritt entschlossen. Mit dem Kontoinaktivität-Manager hat man es als Benutzer selbst in der Hand, was nach einer gewissen Zeit der Inaktivität mit dem Konto passieren soll. Dieser ist in den Kontoeinstellungen unter Datentools zu finden.

Dort kann man einstellen, nach welchem Inaktivitätszeitraum Google sich per SMS bzw. E-Mail bei einem meldet. Dies passiert einen Monat vor Ende der Frist. Sollte man bis zum Verstreichen dieser Frist immer noch inaktiv gewesen sein, besteht die Möglichkeit, bis zu 10 Personen über die Inaktivität zu informieren und optional auch das Konto mit all seinen Daten dazugehörigen Daten zu löschen.

Für Ulf kam diese Funktion leider zu spät. Man kann das natürlich auch positiv sehen. Er gerät so nicht in Vergessenheit.

 

Nachtrag zum Insektenhotel

So, Weihnachten ist nun schon über einen Monat her. Zeit, die angesprochenen Anpassungen an meinem Insektenhotel vorzunehmen.

Die Aufteilung

Damit sich die hoffentlich einziehenden verschiedenen Insektenarten nicht gegenseitig bekämpfen werden, habe ich einfach zwei Sperrholzbrettchen mit wasserfestem Leim so verklebt, dass keine der Öffnungen des Insektenhotels beeinträchtigt wird.

 

Ich habe mir gedacht, dass ich das Insektenhotel auf einer Stange im Garten aufstelle. Von einem alten Regal hatte ich noch eine Stange übrig, die idealerweise auf der einen Seite auch eine Verschraubmöglichkeit hat. Da mir diese eine Schraube aber zu wackelig erschien, habe ich mir eine Konstruktion überlegt, die diese Verschraubung nutzt.
Dazu habe ich mir aus einer MDF-Platte drei kleine Plättchen gesägt, von denen ich zwei miteinander verleimt habe und diese in der Mitte mit einem Forstnerbohrer durchbohrt, der den gleichen Durchmesser hat, wie die Befestigungsstange.

Das einzelne MDF-Plättchen hat eine Senkbohrung bekommen, in der der Schraubenkopf der Befestigungsschraube der Stange versenkt wird. In der Mitte der Senkbohrung wird das Plättchen entsprechend des Schraubendurchmessers durchbohrt.

Alle drei Plättchen werden nun miteinander verleimt, so dass auf der einen Seite die Senkbohrung des einzelnen Plättchens und auf der anderen Seite die Durchbohrung für die Befestigungsstange zu sehen ist.

Sobald der Leim abgebunden hat, habe ich mit einem Randabstand von 1,5cm den Block in allen Ecken durchbohrt und abgesenkt. Dort werden die Schrauben durchgeführt, die in das Insektenhotel greifen.


Die Verzierung

Die Hexen haben ausgetanzt.

Nach über drei Jahren habe ich leider meinen Geocache Hexentanz (GC2DWEN) einstellen müssen. In der Zeit wurde er insgesamt 139 Mal gefunden und mittlerweile drei Mal zerstört, sei es durch Hochwasser oder irgendwelche Muggel, die die Tupperdose gut gebrauchen konnten. Leider wohne ich nicht mehr in der Gegend und finde einfach nicht die Zeit dafür, ihn nach der letzten Zerstörung zu erneuern. Den Kommentaren zur Folge hatten die Finder aber viel Spaß bei der Suche.

Die Suche startete in einem Baumkreis in Nähe von Laatzen und begann mit einer kleinen Geschichte.

Einer Legende nach wurde vor vielen, vielen Jahrhunderten in dieser Gegend ein ungeheurer Schatz mit mächtigen Artefakten versteckt, der lange Zeit von einem blutrünstigen Troll bewacht wurde. Es gab viele Versuche, den Schatz zu finden. Einige wenige konnten ihn lokalisieren, sind aber am Troll gescheitert. Es begab sich im Jahre 895, als sich eine Gruppe Hexen aufmachte, dieser Artefakte habhaft zu werden.

Die genaue Position des Schatzes sollte in einem mystischen Ritual beschworen werden. Dazu brauten sie in einem großen Kessel einen Trank, der eine Verbindung zur dämonischen Unterwelt öffnen sollte, auf dass Ihnen einer der Dämonen die Position des Schatzes verraten solle. Während der Beschwörungstänze um den Kessel kam es zu einer magischen Endladung, die so nicht beabsichtigt war. Als Folge dessen wurden die tanzenden Hexen in Bäume verwandelt.

Die Jahrhunderte gingen ins Land, der Kessel wurde gestohlen, der Troll verschwandt und der Schatz geriet in Vergessenheit. Die Hexen aber verharren nach wie vor in Kreisformation an Ort und Stelle.

In alten Schriften bin ich durch Zufall darauf gestoßen, wie die Position des Schatzes zu ermitteln ist. Der Weg dorthin führt über ein kleines Rätsel, bei dem die Anzahl der Hexen, die um Euch herum stehen eine Rolle spielt.

Da sich in der Gegend auch ein Baumlehrpfad befindet, durfte man nun nach und nach mehrere Bäume anlaufen, die allesamt Nummern trugen. Mit diesen Nummern konnte man jeweils die Koordinaten des nächsten Baums errechnen. Am Ende lag der Cache unterhalb einer Leine-Brücke. Troll, Brücke – Ihr versteht schon.

Schade eigentlich. Mir hat’s Spaß gemacht, den Cache zu verstecken und ihn zu betreuen. Ich werde wohl bald mal wieder einen verstecken. Der wird dann wohl in der Wedemark platziert. Diesmal  aber fernab von Hochwassergebieten.

Eigenbau eines Treppenschutzgitters

Unser Sohn ist mittlerweile über ein Jahr alt und wird immer mobiler. Laufen kann er zwar noch nicht ganz, aber so eine Art High-Speed-Krabbeln hat er sich bereits zu eigen gemacht. Bisher hieß das für uns, dass wir dauerhaft wachsam sein mussten, wenn wir uns mit ihm im oberen Stockwerk aufgehalten haben, da wir an der Treppe ins Erdgeschoss noch kein Treppenschutzgitter hatten.

Im Handel habe ich leider keines finden können, welches zum einen breit genug ist und sich gut am bestehenden Treppengeländer befestigen lässt. Außerdem wollen wir unseren Kater natürlich nicht in seinem Bewegungsdrang einschränken. Also muss der auch noch irgendwo durchpassen.

Vor einiger Zeit hatte Matthias Wandel ein entsprechendes Treppenschutzgitter, welches sich in der Art eines Parallelogramms heben und senken lässt. Dieses habe ich bei meinem Treppenschutzgitter aufgenommen, um es am Treppengeländer einhaken zu können.

Leisten für horizontale Streben
Als erstes habe ich die obere und untere horizontale Leiste erstellt, die aus jeweils zwei Fichteleisten zusammen gesetzt sind. Diese habe ich ein klein wenig länger gemacht als der Treppenaufgang breit ist, damit ich noch die Querstreben am Treppengeländer erreiche.

Im Vorfeld habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie breit die Durchlässe zwischen den einzelnen vertikalen Streben sein dürfen. Wähle ich sie zu schmal, kommt der Kater vielleicht nicht mehr durch, wähle ich sie zu breit, finden wir unseren Sohn womöglich schneller am Fuße der Treppe wieder als uns lieb ist.

Nachdem die Durchlassbreite klar war und damit auch die Anzahl der vertikalen Streben, ging ich daran, an den horizontalen Streben für jede vertikale Strebe entsprechende Aussparungen zu fräsen. In diesen Aussparungen sollen sich dann die vertikalen Streben an einer Achse bewegen können. Für diese Achsen habe ich entsprechende Aufnahmen gebohrt.

Die Leisten wurden danach noch mit einem Abrundfräser bearbeitet und glatt geschliffen. Es soll sich ja schließlich niemand dran verletzen.

Leisten für vertikale Verstrebungen
Nachdem die vertikalen Streben auf die entsprechende Länge gekürzt waren, habe ich die Enden abgerundet – eckige Streben ließen sich in eckigen Aussparungen auch etwas schlecht bewegen. Dazu habe ich mit dem 45°-Anschlag meines Winkels die Mitte des Endes des Stabes ermittelt und mit einem Zirkel einen Halbkreis gezogen. Alles außerhalb des Halbkreises habe ich abgesägt und mit einer Raspel für die Rundung gesorgt.

Den vorher ermittelten Punkt habe ich anschließend durchbohrt, um dort die Achse durchführen zu können.

Auch die vertikalen Streben wurden natürlich mit dem Abrundfräser und dem Excenterschleifer bearbeitet.

Farbe kommt ins Spiel
Da unser Treppengeländer weiß ist, musste das Treppenschutzgitter natürlich angeglichen werden. Dazu habe ich alle Stäbe mit drei Schichten Acryl Lack gestrichen. Bei der Auswahl des Lackes habe ich darauf geachtet, dass er für Kinderspielzeug geeignet ist. Also kann sich unser Sohn am Gitter wortwörtlich gerne die Zähne ausbeißen.

Achsverbindungen
Matthias Wandel hatte für sein Treppenschutzgitter als Achse einfache Holzdübel verwendet. Dies hatte zur Folge, dass das Gitter bei jeder Bewegung ordentlich gequietscht hat. Das wollte ich unbedingt vermeiden.

Daher habe ich mir ein Alurohr sowie einen Alustab geholt, der passgenau in das Alurohr eingeführt werden kann. Das Alurohr habe ich in kleine Stücke gesägt, deren Länge der Länge des Lochs der vertikalen Streben entspricht. In dieses Loch wurden die Aluröhrchen dann auch rein gehämmert, wo sie als Achslager dienen.

Den Alustab habe ich in kleine Stückchen gesägt, die etwas länger sind als die gerade gesägten Röhrchen. Diese sind als Achse gedacht und müssen entsprechend in die Aufnahmelöcher der horizontalen Streben reichen.

Anfangs hat meine Konstruktion übrigens auch ordentlich gequietscht. Das hat sich mittlerweile komplett gelegt. Keine Ahnung, ob das Matthias Wandel auch der Fall war.

Zusammenbau
Den Zusammenbau hatte ich mir am schwierigsten vorgestellt, da ich ja sieben vertikale Streben gleichzeitig zwischen die beiden Elemente der beiden horizontalen Leisten positionieren musste. Letztendlich ging das aber doch einigermaßen flott von der Hand.

Dummerweise musste ich bei einem Testzusammenbau feststellen, dass ich beim Schleifen der vertikalen Streben etwas zu viel geschliffen habe. Diese hatten nun deutliches Spiel zwischen den beiden Teilen der horizontalen Streben. Da habe ich mir jeweils mit einer Unterlegscheibe auf jeder Seite der vertikalen Strebe auf der Achse beholfen. Das sollte auch den Effekt haben, dass sich das ganze noch leichter bewegen lässt.

Wandbefestigung
Um das Treppenschutzgitter an der Wand zu befestigen, habe ich eine weitere Leiste mittels dreier Klappscharniere an eine der äußeren vertikalen Streben geschraubt. Diese habe ich dann mit drei Schrauben an der Wand befestigt.

Hätte ich vorher ein wenig nachgedacht, wäre ich vielleicht drauf gekommen, dass ich diese Konstruktion niemals hätte an die Wand klappen können. Da die aufgedoppelten vertikalen Leisten natürlich breiter sind als die eine, die das Gitter an der Wand hält, sind die vertikalen Leisten im Weg (im Video sieht man das am besten). Außerdem hatte ich die Fußleise an der Wand nicht bedacht. Die war etwas höher als der niedrigste Punkt des Treppenschutzgitters und war damit ebenfalls im Weg.

Als Lösung des Problems habe ich einfach die Leiste an der Wand ebenfalls aufgedoppelt. Dabei habe ich dann gleich das ganze einen Zentimeter höher gesetzt. Damit waren beide Hindernisse aus dem Weg geräumt und das Treppenschutzgitter ließ sich ganz an die Wand klappen.

Haken zum Verschliessen
Um das Gitter am Treppengeländer befestigen zu können, mussten ein paar Haken her, damit ich es dort an den Querverstrebungen einhaken konnte.

Nun sollte es zum einen für unseren Sohn nicht zu leicht sein, zum anderen sollte es für uns nicht zu schwer sein, dass Gitter zu öffnen. Bisher konnte ich bei dem Gitter an unserer Küchentür beobachten, dass sich unser Sohn an dem Gitter hochzieht und sich dran hängt. Von daher habe ich beschlossen, den Haken so zu gestalten, dass man das Treppenschutzgitter anheben muss, um es zu öffnen.

Auf einem Stück Restholz habe ich mir ein Raster gezeichnet und dort die Teile markiert, die ich nicht brauchte. Mit der Stichsäge war dann der Haken schnell ausgesägt und anschließend wieder abgerundet, geschliffen und lackiert.

Mit jeweils drei Schrauben habe ich ihn dann an der anderen äußeren vertikalen Strebe befestigt, wobei ich ihn zuerst am Treppengeländer positioniert habe.

Gewicht aufnehmen
Um zu verhindern, dass die Halterung an der Wand oder die Haltehaken überlastet werden, falls unser Sohn zwischen die Streben tritt und dort drauf herum hüpft, habe ich unter die untere vertikale Strebe im ersten Schritt einen Gummistopper befestigt, der das Gewicht aufnimmt bzw. Stöße abmildert.

Diesen Stopper durfte ich durch eine Eigenkonstruktion ersetzen, nachdem ich festgestellt hatte, dass ich das Gitter doch noch etwas höher setzten muss (siehe Arbeitsschritt „Wandbefestigung“). Der Stopper war einfach nicht mehr groß genug und im Baumarkt habe ich keinen finden können, der die entsprechende Größe aufwies.

Daher habe ich einfach von einem Rundholz zwei kurze Stücke abgesägt und mit einem zweistufigen Boher ein Loch rein gebohrt, damit ich die Stücke mit einer Schraube am Treppenschutzgitter befestigen kann. Vorher wurden auch diese Stücke noch mehrfach weiß lackiert. Nach dem Verschrauben habe ich einfach jeweils ein weißes Filzpad drunter geklebt, welches die Geräusche beim Aufsetzen des Gitters etwas mildert.

Test
Als kurzen Test des ganzen habe ich mich bei geschlossenem Treppenschutzgitter zwischen die Streben gestellt. Mein Gewicht wurde tadellos durch die Konstruktion aufgenommen. Das dürfte also auch meinen Kleinen aushalten, wenn er sich mal dranhängt und anfängt zu hüpfen.

Unter väterlicher Aufsicht durfte er das Gitter dann auch gleich mal ausprobieren. Er war davon wenig begeistert, stört es doch effektiv seinen Freiheitsdrang. Mittlerweile hängt es bereits über einen Monat und er hat es mittlerweile aufgegeben, die Treppe zu erreichen.

Unser Kater hingegen kommt problemlos durch die Stäbe hindurch.

Wählen gehen!

Heute ist Bundestagswahl und die Wahllokale haben bereits eine Zeit geöffnet. Warum sollte man aber von seinem Wahlrecht Gebrauch machen? Emma Goldman wird das Zitat zugeschrieben, dass Wahlen verboten wären, wenn sich durch sie etwas verändern würde. Und tatsächlich kann man den Eindruck gewinnen, dass es irgendwie immer der gleiche Wein in anderen Schläuchen ist, den man serviert bekommt. Warum sollte es einen also kümmern, wer in Berlin an den Fleischtöpfen sitzt.

Eine Antwort liefert unter anderen die Regelung der Parteienfinanzierung, auf die ich hier eingehen kurz möchte. Diese ist geregelt in §18 ParteiG. Für jede für sie abgegebene Stimme erhalten die Parteien jährlich 0,70 EUR. Für die ersten vier Millionen Stimmen sogar 0,85 EUR. Dies ist aber an die Bedingung geknüpft, dass die Partei mindestens 0,5% Stimmenanteil erhält. Und genau diese Bedingung ist es, die es einem Wert sein sollte, wählen zu gehen.

Auch wenn eine Demokratie missliebige Parteien, wie beispielsweise die NPD oder die Republikaner, aushalten können muss, sollte es doch allgemeines Ansinnen sein, dass diesen Parteien so weit es geht, der Nährboden entzogen wird. Ein Teil dieses Nährbodens ist natürlich auch Geld. Je weniger Leute zur Wahl gehen, desto leichter fällt es ihnen, die erforderlichen 0,5% Stimmenanteil zu erreichen, da eine einzelne Stimme mehr Gewicht hat.

Nehmen wir mal die Bundestagswahl von 2009. Dort haben die Republikaner 193.396 (die NPD sogar erschreckende 635.525) Zweitstimmen erhalten, was einem Stimmenanteil von 0,4% entsprach bei einer Wahlbeteiligung von 70,8% entsprach. Läge die Wahlbeteiligung bei beispielsweise nur noch 62,7% (die eine oder andere Landtagswahl lag dort schon mal deutlich drunter), was 5.000.000 zusätzlichen Nichtwählern entspräche, würden die Republikaner bei gleicher Stimmenanzahl die 0,5%-Hürde knacken und jedes Jahr über 135.000 EUR kassieren.

Selbst wenn man sich von keiner der Parteien wirklich vertreten fühlt, kann man durch die Abgabe seiner Stimme also immerhin etwas Positives bewirken. Gibt man seine Stimme dann auch nicht an eine der großen etablierten Parteien, sondern beispielsweise der Partei mit dem lustigsten Namen, schmälert man zum einen die Gelder der großen Parteien, zum anderen ermutigt man aber auch kleine Parteien, sich weiter am politischen Geschehen zu beteiligen.

Auswertung des 8-Stundenritts von Hitzacker

Beim 8-Stundenritt von Hitzacker habe ich mit meinem Team Woooooosh ein für unsere Verhältnisse grandioses Ergebnis abgeliefert. Wir haben zwar keine Top-Platzierung erreicht, sind aber trotzdem sehr zufrieden mit dem Erreichten.

Beim Betrachten der Rundenzeiten habe ich etwas entdeckt, was unser Ergebnis noch besser dastehen lässt. Die jeweils schnellste und die langsamste Runde eines Teams markieren die beiden jeweils gefahrenen Extremzeiten. Alle anderen Zeiten liegen dazwischen. Nimmt man nun die Differenz dieser Extremzeiten erhält man die Bandbreite der Zeiten. Diese ist bei uns mit 03:14 im Vergleich zu allen anderen Teams am geringsten. Wir sind also fahrerübergreifend die homogensten Rundenzeiten gefahren.

In der Excel-Tabelle mit den Rundenzeiten, die ich hier gerne für weitere Auswertungen zur Verfügung stelle, ist dieser Wert in Spalte K (Differenz) zu finden.

Die durchschnittliche Rundenzeit aller Teams lag übrigens bei 00:36:22. Jede unserer Rundenzeiten war also überdurchschnittlich. Das haben selbst einige in der Gesamtwertung vor uns liegende Teams nicht oder gerade so geschafft.

Teaminterne Auswertung
Bei der fahrerspezifischen Auswertung der Rundenzeiten meines Teams durfte ich feststellen, dass ich es nicht nur geschafft habe, die schnellste Runden fahren zu dürfen, sondern es auch geschafft habe, die beste Durchschnittsgeschwindigkeit zu erreichen. Ich habe bewusst die Formulierung „fahren zu dürfen“ gewählt, da es sich dabei ja um die Startrunde handelte, wo ich noch jede Menge Luft und Kraft hatte und teilweise vom Windschatten anderer Fahrer profitieren konnte, was im weiteren Verlauf des Rennens nicht mehr so gut möglich war, da sich das Feld immer weiter verteilte und man eigentlich nicht mehr in einer Gruppe fahren konnte.

Betrachtet man sich die Zahlen weiter, sieht man auch, dass ich von uns dreien derjenige war, der mit einer Zeitdifferenz zwischen der schnellsten und langsamsten Runde von 02:58 am stärksten nachgelassen hat. Da muss ich wohl für’s nächste Jahr noch mal trainieren.

Tobias Christoph Dirk
Runde 1 00:31:11 00:33:10 00:33:07
Runde 2 00:31:54 00:32:53 00:32:58
Runde 3 00:32:54 00:33:26 00:32:48
Runde 4 00:32:08 00:34:25 00:34:10
Runde 5 00:34:09 00:33:47
Durchschnitt 00:32:27 00:33:32 00:33:16
Differenz 00:02:58 00:01:32 00:01:22