Eine kleine Anekdote zum Muttertag

Mittlerweile ist es auch schon 30 Jahre her, aber ich erinner mich noch gut daran, wie ich als 9jähriger tagelang überlegt habe, was ich meiner Mutter zum Muttertag schenken konnte. Beim ortstansässigen Kaffee- und Kuchendealer wurde ich dann fündig. Ich glaube, es fing gerade an, dass Tchibo und Eduscho auch Aktionswaren ins Programm nahmen. Im Schaufenster lag jedenfalls ein Buch, das mir von der Aufmachung her sehr gefiel. Heute fände ich das Cover doch etwas dröge. Ich war jedenfalls überzeugt, meiner Mutter damit eine Freude machen zu können. Ich habe dann mein Taschengeld zusammen gekratzt, habe es gekauft und schön verpackt.

Das Buch war ein Kochbuch. Ein Diätkochbuch. Es hatte den Titel „schlank & schön„. Ich habe mir damals überhaupt nichts bei dem Titel gedacht. Und was eine Diät ist, wusste ich auch nicht. Ehrlich!

Augenscheinlich hat sie sich damals darüber gefreut. Vermutlich aber eher über die Geste. Heute lachen wir immer noch sehr gerne über dieses schwimmbadgroße Fettnäpfchen.

Mai-Käfer-Treffen in Hannover

Neun Jahre habe ich in Laatzen gewohnt und bin gelegentlich am Mai-Käfer-Treffen auf dem Messeparkplatz vorbei gekommen, ohne es jemals mit dem ersten Mai in Verbindung zu bringen. Jedesmal habe ich mir dann gedacht, dass ich dort doch einfach mal vorbei schauen müsste. Ich habe zwar nichts mit der Szene zu tun und habe nie einen Käfer oder Bulli besessen, fand aber immer, dass es sehr schöne Stücke deutscher Automobilgeschichte sind, die mittlerweile leider rar geworden sind im Straßenbild. Mittlerweile wohne ich nicht mehr in Laatzen, habe es aber trotzdem geschafft, endlich mal zum Mai-Käfer-Treffen zu fahren. Hier ein paar Eindrücke davon.

Bei der Gelegenheit wollte ich gleich mal meine neue 50mm Festbrennweite ausprobieren, was ich besser nicht getan hätte. Dadurch wurde ich was den Standort anging reichlich unflexibel. Entweder konnte ich nicht genügend Abstand zwischen mir und dem Motiv herstellen oder ich kam auf genügend Abstand und es liefen dann zu viele Leute vor der Linse rum.

Ein paar Käfer-Bilder dürfen natürlich nicht fehlen.

Häufig wurde der Bulli als Einsatzfahrzeug verwendet. Hier ein paar Beispiele, wobei erstere Bilder natürlich kein wirkliches Einsatzfahrzeug zeigen. Polizei war bei dem Treffen natürlich auch vor Ort, aber bevor ich sie der Vollständigkeit halber in ihrem T5 vor die Linse bekam, waren sie leider schon weg.

Porsche war natürlich auch vor Ort, wobei der GT3 irgendwie fehl am Platze wirkte zwischen den ganzen älteren Fahrzeugen.

Es gab auch jede Menge Karmann Ghias zu sehen. Für meinen Sohn war dabei dieses Gefährt der Hit.

Noch ein paar Schönheiten …

Die Tuner durften natürlich auch nicht fehlen,auch wenn ich davon nur wenige gesehen habe.

Und zum Schluss noch ein paar ungewöhnliche Details.

Tour d’Energie 2014 in Göttingen

Um mich auf die Velo-Challenge in Hannover in diesem Jahr vorzubereiten, habe ich mich auch für die Tour d’Energie in Göttingen angemeldet und bin bei dieser heute die 100 Kilometer-Strecke gefahren. Vom Streckenprofil waren deutlich mehr Höhenmeter als bei der Velo-Challenge zu bewältigen. Ich bin alles andere als eine Bergziege und hoffe, dass mir das bei der Bewältigung des Nienstedter Passes in diesem Jahr hilft. Mit dabei waren von der Equipe Wedemark auch Dirk und Michael, die zum Schluss beide deutlich vor mir liegen sollten. Ein paar Tage vor dem Rennen war ich skeptisch, ob ich überhaupt durchhalten würde, da ich starke Rückenschmerzen hatte, die sich erst einen Tag vor dem Rennen besserten, aber noch nicht komplett verschwunden waren. Ich ermute mal, dass da sich ein Nerv irgendwie eingeklemmt hatte.

Ziele für das Rennen
Meine Ziele für die Tour waren natürlich in erster Linie heile anzukommen. Es gibt bei Youtube ein Video, auf dem zu sehen ist, wie in einer bestimmten Kurve viele Leute den Abflug vom Hohen Hagen machen. Da ich die Strecke nicht kenne und wie gesagt meine Probleme mit Bergen habe, habe ich mir eine Zielzeit von unter vier Stunden vorgenommen, was genauso geklappt hat, wie nicht letzter zu werden.

Die Anreise
Die Anreise war auf jeden Fall schon mal größtenteils sehr entspannt. Die Autobahn war frei und von den paar Leuten, die unterwegs waren, hatten viele Räder im Kofferraum oder auf dem Heckträger und waren wohl auch nach Göttingen unterwegs. Bei knapp 3.500 angemeldeten Teilnehmern ist das nicht ganz unwahrscheinlich. Kurz vor Göttingen gab es doch noch einen kleinen Aufreger, als ein Reh auf die Autobahn lief und ich gerade die Spur gewechselt habe, um ein anderes Auto zu überholen, das plötzlich stark abbremste. Kurz danach erblickte auch ich das Reh und bremste. Es wechselte auf die linke Spur, hat sich aber dort nicht wohlgefühlt und machte Anstalten, wieder zurück zu laufen. Da war ich aber schon auf seiner Höhe, so dass es sich das glücklicherweise noch einmal überlegte. Der nachfolgende Verkehr hatte auch schon abgebremst und das Reh konnte nach mir die Autobahn wieder verlassen. Glück gehabt!

Frühstück und Start
In Göttingen selbst gab es neben einem schönen großen Parkplatz nach der Abholung der Startunterlagen erst einmal ein Frühstück, das im Preis inbegriffen inbegriffen. Sehr gute Idee, schließlich mussten einige sehr früh los, um nach Göttingen zu fahren. Nach dem Frühstück konnte man sich ganz entspannt umziehen und Richtung Startaufstellung fahren. Mit etwas Verspätung ging es dann auch irgendwann auf die Strecke, die einigermaßen trocken war. Die Zeitmessung sollte erst nach etwa 3 Kilometern starten, so dass man ganz entspannt hätte einrollen können. Unser Startblock (und vermutlich die anderen auch) hat aber gleich ordentlich Dampf gemacht und ein für mein Empfinden viel zu hohes Tempo gemacht. Ich wusste, dass sich das irgendwann rächen würde, habe aber mitgemacht, weil es halt auch jede Menge Spaß macht und man natürlich möglichst in einer Gruppe bleiben möchte. Irgendwann war aber bei mir die Luft raus und ich habe mein Tempo etwas reduziert. Dabei war ich aber zum Glück nicht alleine.

Das Wetter wurde nicht besser und die Anstiege kamen
Leider sollte das Wetter nicht trocken bleiben. Irgendwann fing es an zu nieseln, später gab es auch einige Regentropfen, so dass die Strecke in manchen Abschnitten recht nass war. Das führte dazu, dass ich den ersten größeren Anstieg (vorher gab es auch Anstiege, die aber eher moderat waren) in einer Niesel-Nebel-Mischung in Angriff nehmen durfte. Das ist jetzt nicht unbedingt eine zusätzliche Motivation. Der Anstieg zog sich über fünf Kilometer und bot 270 zu überwindene Höhenmeter, was ich ziemlich knackig fand. Das konnte ich dann auch an meinem Tacho ablesen, der immer weiter in den Keller ging. Aber irgendwann war auch das geschafft und nach einer Pause an der Verpflegungsstation ging’s auf die Abfahrt, die ich gerne mal bei trockenen Bedingungen fahren würde. Leider war es nass und ich bin in einer Kurve ganz leicht ins Rutschen gekommen und wurde Richtung Kurvenäußeres getrieben. Zum Glück konnte ich das leicht abfangen, habe danach aber lieber nichts riskiert und war die meiste Zeit am Bremsen. Andere Fahrer waren da deutlich risikobereiter und sind an mir vorbeigeschossen. Die scheinen glücklicherweise alle heile unten angekommen zu sein. Zumindest lag niemand irgendwo im Wald.

Der Anstieg zum Hohen Hagen
Der Hohe Hagen brachte noch mehr Höhenmeter, diese aber auf einer längeren Strecke. Trotzdem setzte er mir ordentlich zu. Das lag vor am Schlussanstieg. Ich weiß nicht mehr, welcher Ort es war, aber ich war recht erschöpft, als ich durch ein Radrenntorbogen fuhr, welcher mit „Bergsprint“ beschriftet war. Wie, was? Habt Ihr ’ne Macke? Die Tachoanzeige näherte sich bedrohlich dem Schritttempo und die Oberschenkel brannten. Trotzdem habe ich es unter großen Mühen bis hinauf geschafft, wo die nächste Verpflegungsstation wartete. Gebraucht habe ich für den Bergsprint – das Wort Sprint passt hier in meinem Fall überhaupt nicht – 14:14 Minuten. Zum Vergleich, der schnellste war nach 6 Minuten oben, der langsamste hat über 22 Minuten gebraucht. In der Bergwertung gab das dann einen achtbaren 1574. Platz … von 1673 in der 100 Kilometer-Männerwertung.

Zurück nach Göttingen
Nach der Abfahrt vom Hohen Hagen ging’s dann größtenteils flach über etwas mehr als 20 Kilometer Richtung Göttingen. Auf der Abfahrt konnte ich mich gut erholen, so dass – wie bereits bei der letztjährigen Velo-Challenge – meine recht gute Kondition wieder zum Tragen kam und ich viele vor mir Fahrende noch einsammeln konnte. Ich liebe das, wenn ich vor mir jemanden sehe, ranzufahren und zu überholen.

Das Publikum
Was beeindruckend war, war das Publikum. In jedem Ort standen viele Leute an der Straße und haben mehr oder wenige alle Fahrer angefeuert, selbst den 1.593. Fahrer, der vorbei kam. In manchen Orten standen die Leute an der Strasse verteilt, so dass es permanent Anfeuerungsrufe gab. In anderen Orten war erst einmal nichts los, so dass ich dachte, die wären alle beim Mittagessen oder schon beim Kaffee & Kuchen. Nichts da, die haben sich alle an zentraler Stelle im Ort getroffen und haben dort richtig Stimmung gemacht. Klasse!

Was ich auch sehr gut fand, waren die Straßenbeschriftungen während der Bergwertung. Da kam fast Tour de France-Feeling auf. Und bei meiner Fahrt nach oben hatte ich ja genug Zeit, mir das durchzulesen. Besonder gut fand ich den Spruch „Geht doch!“, der prompt kam, als ich mit dem Gedanken spielte, das Rad nach oben zu schieben.

Eine weitere Stelle ist mir auch noch im Gedächtnis geblieben. Bei der einen Straßensperre während eines Anstiegs, der mich wieder ordentlich Kraft gekostet hat, hatte der Typ von der Feuerwehr sein Auto dort stehen und Musik laufen: Atemlos von Helene Fischer. Auf dem Heimweg habe ich Dirk davon erzählt, der mir dann sagte, dass das Lied auch kam, als er dort vorbei fuhr (knapp 25 Minuten vor mir). Fies, aber ganz nach meinem Geschmack.

Die Organisation
Die Organisation der Veranstaltung war durchweg gelungen. So weit ich sehen konnte, gab es keinerlei Probleme. Okay, die Schlange beim Frühstück war irgendwann ziemlich lang, aber die Leute die dort drin standen, kamen auch sehr spät. Ansonsten konnte ich echt nicht meckern. Toiletten waren jede Menge vorhanden, die Ausschilderung der Strecke war geradezu vorbildlich. Der Bereich um die oben genannte Kurve war neben einem extra großen, roten Warnhinweis zusätzlich noch mit Strohballen abgesichert. Da sollten auch beim letzten die Alarmglocken läuten. Direkt hinter der Kurve haben sich dann auch einige Fotografen postiert, die wohl auf den einen oder anderen Abflug spekuliert haben. Die beiden VErpflegungsstationen waren auch deutlich vorher durch mehrere Schilder angekündigt und hatten mehrere Getränke und die obligatorischen Bananen im Angebot. Schade fand ich, dass man dafür anhalten musste, so dass sich schnell ein Pulk vor den Tischen bildete. Besser wäre es aus meiner Sicht, wenn Getränke und Bananen durch Helfer den Fahrern, die gerne weiterfahren würden, angereicht werden würden und man optional anhalten könnte. An den beiden Stellen wäre die aber aus Platzgründen nicht möglich gewesen. Die Absperrung der Strecke durch die Polizei, die freiwilligen Feuerwehren und anderen Helfern war auch vorbildlich. Ich habe keinen Weg gesehen, der nicht abgesperrt gewesen wäre und wenn es nur durch einen riesigen Heuballen gewesen ist. Ein weiteres Lob haben natürlich die Rettungskräfte verdient, die den einen oder anderen Einsatz hatten (ich habe alleine drei gezählt, es mögen aber etwas mehr gewesen sein). Zu guter Letzt möchte ich auch noch den Service während des Rennens erwähnen, was ich auch eine coole Idee finde. Es gab reichlich Pannen mit platten Reifen und die Servicefahrzeuge waren gut damit beschäftigt, dort zu unterstützen. Und sei es nur durch eine vernünftige Standpumpe.

Im Ziel
Mit einer Zeit von 3:34:44 kam ich in der 100 Kilometer-Männerwertung als 1481. von 1666 mit einem Rückstand von 1:07:25 auf den Erstplatzierten im Ziel an. Im Grunde genommen ist es egal, auf welchem Platz ich mit welcher Zeit gelandet bin. Dies war meine erste Tour d’Energie und ich habe jetzt einen Referenzwert, den es zu verbessern gilt.

Natürlich gab es im Zielbereich auch den ganzen Tag Programm für die Zuschauer. Leider bekommt man davon als Rennteilnehmer ja nichts mit. Was man hinterher aber mitbekommen hat, war die Pasta-Party, bei der sich jeder Teilnehmer einen ordentlichen Schlag Nudeln holen konnte, die vom THW ausgegeben wurden. Direkt nebenan gab es auch für jeden ein alkoholfreies Hefeweizen. So konnte man die leeren Akkus gleich mal wieder ein wenig auffüllen. Beides war übrigens auch im Preis inbegriffen. Hallo Velo-Challenge, hört Ihr mich? Nehmt diese Idee doch mal auf.

Und nächstes Jahr?
Im nächsten Jahr bin ich hoffentlich auch wieder dabei. Es hat mir trotz der Berge viel Spaß gemacht und ich habe ja jetzt eine Zeit, die ich verbessern kann.

Fokuseffekt – Fortschritte und 3D-Effekt

Vor kurzem habe ich ja für einen Blog-Beitrag mit dem neuen Fokuseffekt-Feature der Android-Kamera herumgespielt und eher gemischte Ergebnisse erzielt. Mittlerweile klappt es besser, wie man an den Fotos des Maschteichs mit dem neuen Rathaus in Hannover im Hintergrund sehen kann.

Wie üblich mit Smartphone-Kameras - alles scharf
Wie üblich mit Smartphone-Kameras – alles scharf

Nach einem Klick auf das Rathaus und dem Anpassen des Unschärfegrads sieht es so aus. Diesmal habe ich die Unschärfe aber deutlich sparsamer eingesetzt als beim letzten Mal.

Hintergrund im Fokus
Hintergrund im Fokus

Zum Vergleich das ganze noch mal mit dem Fokus auf den Vordergrund. Meiner Meinung nach ist das Ergebnis schon deutlich besser als bei meinen ersten Versuchen.

Vordergrund im Fokus
Vordergrund im Fokus

Und jetzt wird’s richtig cool.

Rafał Lindemann aus Warschau hat mit Depthy etwas programmiert, das die Tiefeninformationen aus den Fokuseffekt-Bildern ausnutzt und damit einen 3D-Effekt erzeugt. Und das beste ist, dass er den Quellcode dazu auf GitHub zur Verfügung stellt. Das muss ich demnächst unbedingt mal ausprobieren.

Makro-Aufnahmen mit dem Retro-Adapter

Am Osterwochende hat Benjamin Jaworksyj ein Video zur Makro-Fotografie mit dem Retro-Adapter veröffentlicht, das meine Lust geweckt hat, meinen Retro-Adapter mal wieder rauszukramen undim Garten ein paar Fotos zu schießen.

Im Gegensatz zum von Benjamin genannten Retroadapter für 10 EUR habe ich vor ein paar Jahren 25 EUR bei Traumflieger bezahlt. Qualitativ scheint es keinen Unterschied zu geben, beide sind aus Aluminium gefräst. Für die ersten Versuche braucht man eigentlich nicht einmal einen Retro-Adapter, sondern kann einfach das Objektiv falsch herum vor die Kamera halten. Das ist zwar ziemlich wackelig, kann aber mit etwas Übung auch schöne Ergebnisse hervorbringen. Bequemer geht’s aber auf jeden Fall mit einem Retro-Adapter.

Wenn man mit der 55 mm-Einstellung arbeitet, wie Benjamin es auch im Video getan hat, bekommt man schon ziemlich nah ran. Hier einmal das Bild einer Löwenzahnblüte.

Löwenzahn bei 55 mm-Einstellung
Löwenzahn bei 55 mm-Einstellung

Richtig interessant wird es aber, wenn man die 18 mm-Einstellung wählt. Dann wird die Vergrößerung noch extremer, wie auf dem folgenden Bild (oder dem Bild mit den Facettenaugen der Fliege).

Löwenzahn bei 18 mm-Einstellung
Löwenzahn bei 18 mm-Einstellung

Das Problem bei 18 mm ist, dass der Schärfebereich verdammt gering ist. Das kann man sehr gut auf dem folgenden Bild erkennen, wo vor und hinter der Ameise sofort der unscharfe Bereich beginnt. Man braucht dazu schon eine sehr ruhige Hand und das Objekt darf sich auf keinen Fall bewegen. Das war in diesem Fall leider nicht der Fall. Die Ameise wollte partout nicht auf mich warten. Deshalb ist sie leicht unscharf. Sehr schön zu erkennen sind aber im linken Bereich die Ameiseneier, die nur unwesentlich größer als die Sandkörner sind.

Ameise bei 18 mm-Einstellung
Ameise bei 18 mm-Einstellung

Ein letzter Hinweis noch zum Retro-Adapter. Das Objektiv ist bei dessen Benutzung offen. Deshalb sollte man besonders auf Verschmutzungsgefahren achten. Da kriegt man den Dreck nämlich wesentlich schlechter raus als von der Linse, die normalerweise vorne ist.

Einen preiswerteren Einstieg in die Makro-Fotografie dürfte es wohl nicht geben, wenn man eine DSLR hat.

Neuer Fokuseffekt bei Googles neuer Kamera für Android

Google hat heute eine neue Version der Kamera-App für Android-Smartphones mit Android ab Version 4.4 veröffentlicht. Die interessanteste Neuerung dabei ist sicherlich der Fokuseffekt. Mit diesem ist es möglich, den Schärfebereich des Fotos im Nachhinein zu verändern. Dies kannte man bisher vornehmlich von Lytro-Kameras und Windows 8-Smartphones. Die Bedienung dabei ist ziemlich einfach. Hat man ausgewählt, dass man den Fokuseffekt nutzen möchte, fokussiert man das gewünschte Objekt und löst aus. Auf dem Display erscheint dann die entsprechende Anweisung, wie es weitergeht. Man muss die Kamera langsam nach oben bewegen, dabei aber das Objekt weiterhin im Fokus behalten. Dabei werden weitere Aufnahmen gemacht, aus denen sich dann anschließend die einzelnen Schärfebereiche berechnen lassen. Im Gegensatz zur Lytro-Kamera, die das mit einer Aufnahme hinbekommt, darf sich im Bild natürlich nichts wesentlich bewegen.

Das Ursprungsbild ist überall scharf, wie es bei Smartphone-Kameras üblich ist.
Das Ursprungsbild ist überall scharf, wie es bei Smartphone-Kameras üblich ist.

Die Bilder haben in dem Modus auf meinem Nexus 4-Smartphone nur eine Auflösung von 1024×768 Pixel. Für Ausdrucke ist das natürlich ziemlich wenig, für Bildschirmdarstellungen und zum Einbinden in Webseiten sollte es aber ausreichen. Leider musste ich feststellen, dass das nachträgliche Setzen des Schärfe nicht immer gut klappt. Zum Einstellen des Schärfebereichs tippt man mit dem Finger auf den gewünschten Punkt auf dem Bild, der scharf dargestellt werden soll und kann darunter über einen Schieberegler festlegen, wie stark der Rest des Bildes unscharf gemacht werden soll. Um den Effekt zu verdeutlichen, habe ich die volle Stufe der Unschärfe genommen.

Das Setzen des Schärfebereichs auf die Spitze der Gießkanne ist einigermaßen gelungen.
Das Setzen des Schärfebereichs auf die Spitze der Gießkanne ist einigermaßen gelungen.
Der Versuch, nur unseren Kater scharf darzustellen, kann eher als nicht so gelungen bezeichnet werden.
Der Versuch, nur unseren Kater scharf darzustellen, kann eher als nicht so gelungen bezeichnet werden.

RTF – Vom Fössefeld durch das Leinetal

Heute habe ich zum ersten Mal mit drei weiteren Fahrern der Equipe Wedemark an einer Radtourenfahrt teilgenommen. Im Unterschied zu einem Radrennen ist hierbei die Zeit nicht wichtig und es gibt auch keine Platzierungen. Dafür gibt es je nach Streckenlänge eine oder mehrere Verpflegungsstationen, an denen man mal eine kleine Pause einlegen, sich erholen und etwas quatschen kann.

Die heutige RTF „Vom Fössefeld durch das Leinetal“ wurde vom RV Concordia Hannover organisiert, was den Organisatoren und vielen Helfern eigentlich sehr gut gelungen ist. Die Strecke war zum sehr großen Teil sehr gut ausgeschildert und an den Verpflegungsstationen kam es zu keinerlei Problemen soweit ich das mitbekommen habe. Es war genug für jeden da. Nur zum Schluss, als es wieder nach Badenstedt ging, habe ich mir als Ortsunkundiger mehr und/oder größere Schilder gewünscht. Gerade in städtischen Wohnvierteln gibt es doch sehr viel, was das Auge ablenkt. Vor allem, wenn man schon ordentlich geschafft ist. Und so kam es, dass ich auch irgendwo ein Schild übersehen haben muss und ich noch einige Meter zusätzlich gefahren bin. Nachdem aber längere Zeit überhaupt kein Hinweis mehr kam, wurde ich stutzig. Glücklicherweise kam gerade ein anderer Teilnehmer, der eine kürzere Strecke gefahren ist, vorbei und sagte mir, wo ich lang müsste. Dann hat es auch nicht mehr lange gedauert und ich kam nach knapp 110 Kilometern ins Ziel.

Leider war es wieder recht windig und ich bin nicht gerade windschlüpfrig. Manchmal hatte ich dann eine ziemlich dumme Position in der jeweiligen Gruppe und ich stand ordentlich im Wind, was natürlich jede Menge Kraft gekostet hat und ich teilweise den Anschluss nicht halten konnte. Das machte aber nichts. Zum einen ging es ja nicht nach Zeit und zum anderen kam von hinten auch irgendwann die nächste Gruppe, an die ich mich heften konnte.

Teilgenommen habe ich vor allem deshalb, weil ich mich für den 27. April für die Tour d’Energie in Göttingen für die 100 Kilometer-Strecke angemeldet habe. Die Länge ist ähnlich und ich habe eigentlich ganz gut durchgehalten. In Göttingen geht’s dann nach Zeit, wobei mir die eigentlich egal ist. Ich will vor allem heile ankommen und die Strecke genießen. Das wird mir aber wahrscheinlich schwer fallen, da das Höhenprofil der Strecke in Göttingen doch deutlich anspruchsvoller sein wird und ich leider keine Bergziege bin.

Die Nummer Eins in Niedersachsen

Die Meisterschaft in der aktuellen Saison der Fußballbundesliga ist ja nun schon seit einiger Zeit entschieden. Am spannendsten ist die Frage, wer absteigt. Und da tummeln sich einige Vereine. Seit langer Zeit ganz unten drin ist Eintracht Braunschweig, die seit dem dritten Spieltag Tabellenletzter sind. Spielen Sie schlecht? Soweit ich das mitbekommen habe, ich verfolge die Bundesliga nur am Rande und es ist mir auch egal, wer Meister wird oder absteigt, spielt Eintracht Braunschweig eigentlich ganz ordentlich mit, schießt aber nur zu wenig Tore.

Zu Eintracht Braunschweig fällt einem natürlich auch gleich die große Rivalität zu Hannover 96 ein, die im Moment im freien Fall Richtung Tabellenkeller unterwegs sind. Nehmen wir noch die wesentlich besser platzierten Wolfsburger mit dazu und machen eine rein niedersächsische Betrachtung. Berücksichtigt man nur die Spiele dieser drei Mannschaften untereinander, gibt das ein ganz anderes Bild der Tabelle.

Hannover Wolfsburg 2 : 0
Wolfsburg Braunschweig 0 : 2
Hannover Braunschweig 0 : 0
Wolfsburg Hannover 1 : 3
Braunschweig Wolfsburg 1 : 1
Braunschweig Hannover 3 : 0

Daraus ergibt sich folgende Tabelle

Platz Verein Punkte Tore
1. Braunschweig 8 6 : 1
2. Hannover 7 5 : 4
3. Wolfsburg 1 2 : 8

Verkehrte Welt sozusagen. Dafür kann sich Eintrach Braunschweig zwar auch nichts kaufen, aber es ist immerhin ein kleines Trostpflaster. Aber noch sind ja ein paar Spieltage Zeit. Vielleicht klappt’s ja doch noch mit dem Nichtabstieg.

Zweiter Ausritt mit der Equipe Wedemark

Nach einer schönen, frühlingshaften Runde am letzten Sonntag mit der neu gegründeten Equipe Wedemark, der Radsportsparte des MTV Mellendorf, war klar, dass ich auch diesen Sonntag dabei sein möchte. Diese Mal meinte es das Wetter nicht ganz so gut mit uns. Es war deutlich kühler, nass und sehr windig. Also ideales Wetter, um das Teilnehmerfeld etwas übersichtlicher zu gestalten. Von den knapp zwanzig Leuten vom letzten Wochenende haben es dann auch nur fünf Unerschrockene geschafft, heute teilzunehmen. Dem Wetter geschuldet wurde die Runde etwas kürzer (ca. 46 Kilometer) und deutlich langsamer (etwa 26,5 km/h im Schnitt) als letzte Woche, um vor allem auch die Unfallgefahr auf nasser Strasse etwas zu mildern. Es sollte nicht helfen. Es kam zu einem sehenswerten Synchronsturz (okay, in der Zeitlupe ist es dann doch nicht ganz synchron) mit leichten Blessuren und einer kaputten Uhr. Kurz danach sollte mein Hinterrad auch noch einen Plattfuss abbekommen. Trotzdem war es eine schöne Runde, bei der ich mich am meisten auf die notwendige Dusche danach gefreut habe.

Spiralen mit der Oberfräse erstellen

Vorletzte Woche kam es zu einem interessanten Schlagabtausch auf Youtube, bei dem es um das Fräsen von Spiralen mit der Oberfräse ging. Beteiligt waren dabei einige Leute, deren Kanäle ich auf Youtube abonniert habe. Angefangen hat die ganze Geschichte Izzy Swan, der sich extra dafür eine Vorrichtung gebastelt hat.

Matthias Wandel, der immer wieder geniale Konstruktionen zeigt und vor allem durch seine hölzernen Zahnräder bekannt geworden ist, nutzt dafür seinen Pantographen.

Daraufhin legte Izzy Swan noch einmal nach und verdeutlichte noch einen Vorteil seines Systems, mit dem man den Spiralabstand durch Auswechseln eines Zahnrades verändern kann.

Danach antwortete auch noch Matthias Burger, der mit einer ganz einfachen Konstruktion und einer in einem Frästisch eingespannten Oberfräse ebenfalls Spiralen fräsen kann. Dies verdeutlicht er an einem kleinen Modell aus Pappe.

Zum Schluss schaltete sich auch noch Steve Ramsey ein, der sich die gleiche Frage stellte, wie ich.

Wozu das ganze? Für Verzierungen kann man es ggf. nutzen, auch wenn ich solche Spiralen nicht besonders hübsch finde. Vielleicht kann man so etwas auch als Element einer Murmelbahn nutzen. Aber dafür extra eine Vorrichtung basteln? Interessant finde ich die verschiedenen Lösungsansätze aber auf jeden Fall.