It’s good to be evil – Dungeon Keeper für Android

1997 erschien eines meiner Lieblingsspiele – Dungeon Keeper. In dem Spiel nimmt der Spieler unüblicherweise die Rolle des Bösen ein und muss ein möglichst attraktives Dungeon erstellen, um viele und starke Monster anzuziehen, die es dann gegen einfallende Helden verteidigen. Nur zwei Jahre später folgte Dungeon Keeper 2, welches ich auch total gerne gespielt habe.

Heute habe ich in einem Golem.de-Artikel gelesen, dass EA Dungeon Keeper für Android und iOS als Free-to-play veröffentlicht hat.

Dem Artikel als auch den Bewertungen im Play-Store zur Folge empfinden viele Spieler die zwingend notwendige Internetverbindung ab. Auch scheint man nach relativ kurzer Zeit nicht an In-App-Käufen vorbei zu kommen, da sonst einige Spielaktionen ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen, was man durch entsprechendes Kleingeld abkürzen können soll.

Ich schreibe das absichtlich im Konjunktiv, weil ich mir leider kein richtiges Bild davon machen konnte. Das Spiel erfordert  tatsächlich eine dauerhafte Internetverbindung. Das ist natürlich unpraktisch, wenn man es gerne im Zug spielen möchte, wo diese nicht durchgehend vorhanden ist.

Bevor es losging, fing es gleich an zu nerven. Es wollte meine Google+-Kontodaten und die Daten meiner Google+-Kreise in Erfahrung bringen. Ob man das komplett verhindern kann, weiß ich leider nicht. Aber man kann bei den beiden Punkten jede Menge Häkchen entfernen.

Danach ging’s auch gleich mit einem Tutorial-Level los. Eigentlich ist das ja ganz okay, nur fand ich es hier sehr störend, dass ich dauernd gezwungen war, eine bestimmte Stelle anzuklicken. Man konnte sich nicht mal in Ruhe umsehen und vielleicht auf eigene Faust herausfinden, was zu tun ist. Na ja, nachdem der Tutorial-Level abgehakt war, wurden die Nutzungsbedingungen eingeblendet. An dieser Stelle habe ich abgebrochen. Ein paar kleine Auszüge gefällig?

Wir behalten uns vor, diesen Vertrag jederzeit abzuändern, deshalb lesen Sie sie bitte regelmäßig nach.

Geht’s noch? Wenn ich nicht jedesmal die Nutzungsbedingungen nachlese, kann mir EA also sonst welche Klauseln unterschieben. Glücklicherweise dürfte das in Deutschland eh ungültig sein, da es sich in einem solchen Fall nur um eine einseitige Willenserklärung handelt. Aber alleine die Tatsache, dass sie es versuchen, vermiest mir schon die Stimmung. Aber es kommt noch schöner.

Um die Unterstützung, Entwicklung und Verbesserung des Produktes sowie weitere Dienstleistungen für Sie zu ermöglichen, willigen Sie ein, dass EA und bestimmte Drittparteien, die in Anhang A aufgeführt werden, Cookies, Web-Beacons und andere Analysetechniken verwenden dürfen, um technische und damit zusammenhängende Informationen in Bezug auf Ihr Mobilgerät, … Ortsinformationen, Hersteller und Modell Ihres Gerätes, Ihr Betriebssystem, Ihre Software und Anwendungen, einschließlich Anwendungsnutzungsdaten zu sammeln, zu verwenden, zu speichern und zu übertragen. Außerdem dürfen EA und/oder Drittparteien Spieldaten, Drittkonten-Autorisierungsdaten, … sammeln, speichern, benutzen und übertragen.

Das klingt ja schon nach einer Schnüffelei in nicht ganz unerheblichem Ausmaß. Aber es geht ja noch weiter.

Von Drittparteien gesammelte Daten werden im Rahmen der Datenschutzrichtlinien der Drittparteien gesammelt, benutzt, gespeichert, übertragen und offengelegt.

Also soll sich der geneigte Spieler auch noch die Datenschutzrichtlinien der Drittparteien durchlesen? Die sind in einem Anhang aufgelistet. Aber wir wissen ja, dass sich EA offen hält, den Vertrag jederzeit zu ändern. Also kann die Liste sich natürlich auch beliebig verlängern. Aktuell enthält der Anhang 61 Drittparteien im Bereich „mobile Werbung“ sowie 14 im Bereich „mobile Analystics“.

Ich gebe zu, ich habe mir nicht die kompletten Nutzungsbedingungen durchgelesen und einen großen Teil auch erst jetzt beim Schreiben dieses Artikels. Mir ist schon beim kurzen Überfliegen die Lust auf das Spiel vergangen. Das Spiel habe ich gleich wieder deinstalliert. Schade, ich hatte mich schon gefreut. Unter anderen Bedingungen wäre ich bereit gewesen, einige Euro zu investieren. Aber so? Nein danke. Da hat EA wohl den alten Dungeon Keeper-Slogan „It’s good to be evil“ falsch verstanden.

Glücklicherweise gibt es gog.com, wo Dungeon Keeper bzw. Dungeon Keeper 2 für kleines Geld zu haben sind. Gelegentlich gibt es dort ja auch noch ganz passable Preisnachlässe, bei denen ich mir die beiden Teile vor einiger Zeit schon ergattert habe.

 Nachtrag

Eine weitere Meinung zu dem Spiel, die einen anderen misslungenen Aspekt aufgreift und sehr deutlich veranschaulicht, gibt es hier.

Ingress – Das war’s dann wohl

Nachdem ich vor einiger Zeit schon mal ein paar kritische Gedanken zu Ingress dokumentiert habe, habe ich vor mittlerweile knapp 6 Wochen als Level 6-Spieler das Spiel komplett aufgegeben. Neben den bereits aufgeführten Punkten, von denen der Punkt, der das ständige Hin und Her bemängelt, da keine Aktion einen bleibenden Wert hat, am stärksten gewichtet wurde, gab es noch einen anderen Grund.

Als jemand, der aus dem ländlichen Bereich der Region Hannover kommt, wo es so gut wie keine Portale gibt, konnte ich Ingress nur auf dem Weg zur oder von der Arbeit spielen. Und das natürlich auch nur in einem eng gesteckten Zeitrahmen. Dadurch habe ich eigentlich mehr oder weniger immer die selben Portale abgeklappert, was natürlich irgendwann langweilig wurde. Auch konnte ich dadurch auch an keinem Gruppen-Event teilnehmen, da ich in der ganzen Zeit nur einen einzigen anderen Ingress-Spieler gesehen habe, der auch noch zur gegnerischen Fraktion gehörte.

Und nun wird auch noch Werbung integriert. Spätestens damit hätte es sich eh für mich erledigt.

Ingress – ein paar kritische Gedanken

Nachdem nun in relativ kurzer Zeit der Aufstieg von Level 3 auf Level 4 geschafft ist, ich für den nächsten Sprung meine Punktzahl aber von knapp 70.000 auf 150.000 mehr als verdoppeln muss, ist ein wenig Zeit, um mal ein paar Gedanken und den einen oder anderen Kritikpunkt über das Spiel loszuwerden.

Verteilung der Portale

Derzeit findet man Portale größtenteils nur in Gegenden mit viel Publikumsverkehr,sprich in den Innenstädten. Je mehr man sich vom Stadtkern entfernt, desto dünner sind die Portale gesät. So hat beispielsweise Langenhagen, immerhin eine Stadt mit 53.000 Einwohnern, gerade mal ein einziges Portal zu verzeichnen. In Garbsen und Laatzen scheint sich immerhin etwas getan zu haben.Dort sind mittlerweile auch einige Portale zu finden. Geht man jedoch weiter in die Region Hannover, sieht es ziemlich düster aus. Obwohl ich bereits im Januar einige Stellen für Portale vorgeschlagen habe, gibt es in der Wedemark beispielsweise noch kein einziges. Für Einwohner der ländlichen Gebiete ist das natürlich etwas frustrierend. Dabei könnte es gerade dort schön sein, auf einer Fahrradtour das eine oder andere Portal abzuklappern.

Die Anhäufung der Portale in den Innenstädten ist meiner Meinung nach auch nicht besonders gelungen. So findet man beispielsweise im Bereich der Nanas am Leibnizufer oder bei den Statuen an der Georgsstraße auf wenigen Metern eine größere Ansammlung von Portalen. In der App hat dies zur Folge, dass ein Antippen eines bestimmten Portals erschwert wird, da man auch häufig ein direkt daneben liegendes erwischt. Da wäre ein Mindestabstand zwischen zwei Portalen sicher nicht verkehrt, wie es beispielsweise beim Geocaching der Fall ist. Besonders übel finde ich die Situation  an der Siegessäule in Berlin.

ingress_siegessaeule
Portale im Bereich der Siegessäule in Berlin

Einsteigerfrust ist absehbar

Da Ingress derzeit noch in einer Beta-Phase läuft und man nur nach Einladung daran teilnehmen kann und es meines Wissens nach angekündigt ist, keinen Reset nach Ende der Beta-Phase durchzuführen, können sich die Teilnehmer der Beta-Phase natürlich gegenüber Neueinsteigern einen gewissen Vorsprung erspielen.

Das hat zur Folge, dass Neueinsteiger auf eine große Anzahl hochleveliger Portale treffen, damit aber kaum etwas anfangen können. Ab und zu hat man sicherlich mal Glück und findet ein Portal mit einem niedrigen Level, aber das dürfte die Ausnahme sein.

Aktuell bin ich in einer ähnlichen Situation. Da ich nur auf dem Weg zur oder von der Arbeit in der Innenstadt ein paar Portale abklappern kann, fällt es natürlich schwer, zügig höhere Level zu erreichen. Seitdem ich Ingress spiele, stellt es sich mir so dar, dass die Portale in Hannover üblicherweise zwei Level über mit angesiedelt sind und ich somit außer hacken und verlinken nicht viel damit anfangen kann.

Level 8 und dann nur noch hin und her?

Derzeit ist Level 8 das höchste, das ein Spieler und ein Portal erreichen kann. Früher oder später werden die meisten Spieler oder ein Kern an Spielern, die nicht dem bereits genannten Einsteigerfrust zum Opfer gefallen sind, diesen Level erreicht haben. Wenn die Beschränkung auf Level 8 bestehen bleiben sollte, hätte man sich die Level auch schenken können, wenn dann eh alle mehr oder weniger den gleichen Level haben.

Da es in der Natur des Spiels liegt, dass es ein ständiges Hin- und Her zwischen den beiden Fraktionen ist, gibt es auch kein Ende. Was aber könnte einen großen Teil der Spieler motivieren, auf lange Sicht, dies fortzuführen? Mir fällt dazu leider nichts ein.

Fehlerhafte Positionierung von Portalen

Was mir auch schon öfter aufgefallen ist, ist die fehlerhafte Platzierung von Portalen. So findet man beispielsweise das Portal zur Waterloo-Säule derzeit in der Leine fast 800 Meter vom eigentlichen Standort entfernt. Auch das Portal Sidewalk Judge Statue war lange Zeit am Bahnhof auf Gleis 1 zu finden und nicht in der Luisenstraße, wo es mittlerweile korrekterweise zu finden ist. Diese Korrekturen lassen sich aber scheinbar mit der neuen Version 1.21.3 der Ingress-App erledigen. Das scheint seit dem letzten Update der Ingress-App auf Version 1.21.3 möglich zu sein. Keine Ahnung, wie das bereits vor Erscheinen des Updates bei dem Portal in der Luisenstraße gelungen ist.

 Fehlerhafte Darstellung von abgedeckten Bereichen in der Karte

Mal abgesehen davon, dass die Anzeige der Portale unter http://www.ingress.com/intel ziemlich langsam ist, scheint es seit kurzem auch Darstellungsfehler zu geben.

ingress_fehler_map
Darstellungsfehler oder falsches Verständnis

Die Punktezählung für die beiden Fraktionen bei Ingress ist ja so, dass jeweils drei miteinander verlinkte Portale der gleichen Fraktion einen bestimmten Bereich abdecken und die in dem Bereich wohnende Bevölkerung als Punkte der Fraktion gut geschrieben wird.

Nun frage ich mich, was es mit dem grünen Bereich oben rechts auf dem Bild auf sich hat. Zwei blaue und ein grünes Portal können keinen grünen Bereich bilden. Und wieso kann ein blaues Portal mit einem grünen Portal verlinkt sein (unten Mitte). Sollten das alles tatsächlich Verlinkungen sein, frage ich mich auch, wieso sich diese plötzlich kreuzen dürfen.

So, genug für heute. Das Bett wartet.

Ingress – Erfolgserlebnisse stellen sich ein

Nachdem ich nun eine Weile nicht dazu gekommen bin, hier mal wieder ein paar Sätze zu schreiben, ist es nun aber mal wieder an der Zeit.

In den letzten Wochen habe ich auf dem Weg von und zur Arbeit immer mal wieder Ingress gespielt und hatte auch einige Erfolgserlebnisse. Nachdem ich den Aufstieg zu Level 3 geschafft hatte, bin ich zufällig an zwei Level 2-Portalen der gegnerischen Partei vorbeigekommen. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber nach einiger Zeit hatte ich sie nach allen Regeln der Kunst zerlegt und die Portale für meine eigene Fraktion übernommen und mit anderen Portalen verlinkt. Das hat gleich für einen ordentlichen Punkteschub gesorgt. Kurze Zeit später fielen sie der Natur des Spiels folgend aber wieder in gegnerische Hände.

Auch am Tag darauf bin ich an einigen Portalen mit einem niedrigeren Level vorbei gekommen als mein eigener Spielerlevel. Auch diese habe ich angegriffen und konnte zumindest einige Resonatoren zerstören. Dann ging mit leider die Munition aus. Da zu dem Zeitpunkt in Hannover die gegnerische Fraktion gerade ordentlich Oberwasser hatte, kam ich alle zwei Meter an einem Portal vorbei, dass mir bei jedem Hack einige Punkte einbrachte. Und wieder gab es einen ordentlichen Punkteschub.

Nachdem ich nun letzte Woche im Urlaub war, ging es heute weiter. Unterwegs habe ich wieder ein paar Portale gehackt und war sehr erstaunt, als ich auf dem Heimweg am Bahnhof das gegnerische Portal am Ernst-August-Denkmal (vermutlich das Portal in Hannover mit dem meisten Spielerverkehr) sah – Level 1! Das Portal hatte ich dann auch ziemlich schnell erledigt, zumal ich während des Angriffs auch den Aufstieg auf Level 4 schaffte. Schnell noch eigene Resonatoren aufgebaut und mit zwei anderen Portalen verlinkt. Zum Glück ging das alles sehr fix, da ich eigentlich meine Bahn kriegen wollte, was dann auch gerade so noch geklappt hat.

Ingress – der erste ernsthafte Versuch, ein gegnerisches Portal zu zerstören

Nachdem mich unsere Katze heute um 04:18 Uhr aus dem Bett scheuchte, um aus dem Haus geschmissen zu werden, konnte ich nicht mehr einschlafen. Ziemlich doof, wenn der Kopf die Arbeit aufnimmt und nicht mehr ausgeht. Nachdem ich mich dann zwei Stunden im Bett hin- und hergewältzt hatte, habe ich mir gedacht, dass ich dann ja auch zur Arbeit fahren kann – ungewöhnlich früh für mich.

Als ich in Hannover mit der S-Bahn am Bahnhof ankam, fiel mir – derzeit in Ingress-Spieler auf Level 2 – ein Level 1-Portal der gegnerischen Fraktion auf. Es hat zwar ein paar Minuten gedauert, aber ich stand tatsächlich kurz davor, es komplett zu zerlegen. Dummerweise gingen mir kurz vor der endgültigen Zerstörung die XMP Buster, mit denen man die Resonatoren eines Portals zerstören kann, aus. Aaargh! Es wären doch nur noch zwei oder drei Schuss gewesen.

Na ja, nicht schlimm. Hannovers Innenstadt ist ja gepflastert mit Portalen. Also habe ich schnell mal einige gehackt, konnte dabei einige XMP Buster einsammeln und bin schnell zurück zu dem Portal, dass ich zerstören wollte. Dummerweise ist schon jemand anderem das fast zerstörte Portal aufgefallen. Blöderweise auch noch jemand von der gegnerischen Fraktion, der ein paar Level weiter ist als ich. Der hat aus dem Level 1-Portal während meiner kurzen Abwesenheit ein voll ausgestattetes Level 3-Portal gemacht, das für mich quasi uneinnehmbar ist.

Verdammt! Da hätte ich auch direkt zur Arbeit fahren können und wäre noch eine halbe Stunde eher dort gewesen.

Über drei Wochen Ingress – der erste Levelaufstieg und der erste Portalangriff

Die ersten drei Wochen habe ich beim Spielen von Ingress nun hinter mir. Diese Zeit war größtenteils durch Sammeln von Punkten geprägt. In meiner Wohngemeinde gibt es leider kein einziges Portal. In Hannovers Innenstadt aber, komme ich an einer ganzen Reihe von Portalen vorbei, wenn ich vom Hauptbahnhof zu Arbeit gehe (auf dem Rückweg natürlich auch). Und das ist bisher einer der Pluspunkte von Ingress für mich – ich gehe die Strecke, was meiner körperlichen Konstitution nicht abträglich sein dürfte. Gerade jetzt im Winter, wo ich dann doch eher nicht mit dem Fahrrad unterwegs bin. Bisher bin ich sie immer mit der Straßenbahn gefahren, was zwischen fünf und zehn Minuten schneller geht, je nachdem, ob gerade eine Bahn kommt oder ich noch etwas warten müsste. Fahre ich mit der Bahn, komme ich gerade mal an zwei Portalen vorbei. Zu Fuß hingegen komme ich auf etwa zehn. Also gibt’s auch wesentlich mehr Möglichkeiten, Punkte abzugreifen.

Auf dem Heimweg habe ich dann auch meinen ersten Levelaufstieg geschafft, sprich die 10.000 Punkte-Marke überschritten, was reichlich unspektakulär war. Heute gab es auf meinem Weg zwei neue Portale, wovon eines ein Level 1-Portal war. Also genau meine Kragenweite, um endlich mal ein Portal angreifen zu können. Das gestaltete sich dann etwas mühseliger als ich gedacht habe. Ich stand leider etwas unter Zeitdruck, um meinen Zug zu erwischen und konnte so nur zwei Resonatoren zerstören – nicht viel, aber immerhin. Dabei habe ich auch gleich gelernt, dass es beim Angriff nicht reicht, dass das Portal im blauen Aktionsradius ist, sondern die anzugreifenden Resonatoren müssen ebenfalls drin sein. Sind sie es nicht, gehen die XMP Buster ins Leere.

Was sind sonst so bisher meine Eindrücke? Nun, in Hannovers Innenstadt ist es ein ordentliches hin und her zwischen den beiden Fraktionen. Mal ist die Stadt blau, mal grün durchzogen. Ein ausgeglichenes Verhältnis habe ich eigentlich noch nicht gesehen. Ingress Austria – Enlightened hat dafür ein tolles Bildnis gefunden.

Und macht es Spaß? Ehrlich gesagt ist der Spaß bisher noch nicht aufgekommen. Das liegt aber größtenteils daran, dass ich bisher als Level 1-Spieler mit den ganzen Level 4 oder höherstufigen Portalen nichts anfangen konnte. Auch als Level 2-Spieler dürfte dass erst einmal nicht besser werden. Deshalb habe ich auch ein paar Vorschläge für neue Portale in meiner Gemeinde eingereicht. Mal sehen, ob’s dann besser wird. Im Moment ist es für mich nur ein Spielchen nebenbei auf dem Weg zur Arbeit, das von der Spannung lebt, ob ich den einen oder anderen Portal-Key erbeute und dann zumindest eine Verlinkung von Portalen herstellen kann.

Ingress: Wie kann man Portale finden?

Aller Anfang ist schwer. Bei Googles Spiel Ingress stand ich anfangs erst einmal etwas ratlos da. In meinem Umfeld gab es außer dem Einsammeln von XM nicht viel zu tun. Mir stellte sich die Frage, wie man überhaupt Portale finden kann bzw. wurden in meiner Umgebung bereits welche gefunden? Und wenn ja, wie informiere ich mich darüber?

Soweit ich es bisher sehen kann, gibt es drei Möglichkeiten, um an ein Portal zu kommen.

  1. Man findet durch im Vorbeigehen durch Zufall eines.
  2. Man lässt selbst eines anlegen.
  3. Man nutzt eine Karte, auf der die gefundenen Portale verzeichnet sind.

Zu Möglichkeit eins lässt sich nicht mehr viel sagen. Man spaziert halt mit gestarteter Ingress-App an einem Portal vorbei und bekommt es auf seinem Display angezeigt. Portale treten bevorzugt an Statuen, historischen Gebäuden, Wandmalereien und architektonischen Besonderheiten auf.

Möglichkeit zwei sieht so aus, dass man mit der Kamera des Smartphones den Ort des vorgeschlagenen Portals fotografiert und das Bild über die Option „NIA Super Ops“ teilt. Das funktioniert aber nur, wenn auf dem Smartphone Ingress installiert ist. Der Vorschlag wird dann geprüft und im besten Fall freigegeben. Das soll aber zwei bis drei Wochen dauern können. Diese Möglichkeit ist besonders interessant für die Spieler, die sich eher im ländlichen Raum aufhalten.

Die dritte Möglichkeit ist die Nutzung der Ingress-Karte. Dort sind die Portale beider Fraktionen verzeichnet. Außerdem kann man dort die Verlinkung der Portale erkennen. Soweit ich das sehen kann, befinden sich die meisten Portale in den Zentren größerer Städte.

Ebenfalls auf der Karte zu sehen sind die sogenannten Mind-Units. Dabei handelt es sich um die Population, die innerhalb eines Kontrollfeldes wohnt. Ein Kontrollfeld ist eine Fläche, welche durch drei miteinander verbundene Portale definiert wird.

Soweit die Theorie. Spätestens Anfang nächster Woche werde ich mit Sicherheit vor dem ersten Portal stehen.

Endlich … eine Ingress-Einladung

Das Jahr fing gut an. Heute Nacht habe ich endlich eine Einladung zu Googles Outdoorspiel (man ist also zwangsweise viel draußen unterwegs) Ingress bekommen. Bei bestem Mistwetter habe ich es gerade mal ausprobiert und bin ehrlich gesagt noch nicht so ganz dahinter gestiegen, was ich alles tun kann, bzw. tun soll. Es gibt eine Trainingsmission, die einem einen kleinen Überblick gibt.

Es geht wohl darum, Portale für seine Partei (es gibt zwei) zu erobern, die irgendwo verteilt sind. Jedes Portal wird gespeist von bis zu acht Energieblöcken, sogenannten Resonatoren, die man aufladen kann. Die dazu benötigte Energie wird XM (Exotic Matter) genannt, liegt überall verteilt herum und kann im Vorbeigehen eingesammelt werden. Das habe ich dann auch gerade erst mal getan und meinen XM-Reserven aufgefüllt. Mal sehen, was es sonst noch zu entdecken gibt. Wahrscheinlich gibt’s mehr zu tun, wenn ich mal populärere Orte als Mellendorf aufsuche.

Das Spiel läuft derzeit in einer geschlossenen Beta-Phase und man kann nur über die o.g. Einladungen dran teilnehmen. In der App, die es momentan nur für Android gibt, ist zwar eine Möglichkeit gegeben, Leute einzuladen, diese ist aber derzeit deaktiviert. Wer dran teilnehmen möchte kann eine Einladung auf ingress.com anfordern, muss aber etwas Glück haben. Bei mir hat es einige Wochen gedauert, bis ich meinen Zugangscode bekommen habe.

Hey Mister Freeman

1998 erschien der erste Teil von Half-Life und zog mich in seinen Bann. Beeindruckend war, dass die Story (viele andere 3D-Shooter hatten ja nicht mal eine) nicht mittels gefilmten oder gerenderten Zwischensequenzen erzählt wurde, wie es damals noch üblich war, sondern durch geskriptete Ereignisse direkt in der Spieltwelt aus Sicht des Spielers. 2004 erschien dann der Nachfolger Half-Life 2, der auf der von Valve entwickelten Source-Engine basiert.

Auf Basis der 2007er-Version des Source-Engine SDK wurde seit 2009 ein Remake des ersten Teils unter dem Namen Black Mesa erstellt, der gratis zum Download bereit steht. Grafisch ist das natürlich deutlich besser als das Original von 1998. Außerdem endet das Spiel vor dem ungeliebten Xen-Level (an der Stelle habe ich damals das Spielen des ersten Teils abgebrochen).

Damit das Spiel läuft, muss das Source SDK Base 2007 installiert sein. Der Download des SDK läuft über Steam, welches vorher bereits installiert sein muss. Hat man bereits ein darauf basierendes Spiel installiert (z.B. Half-Life 2 oder Counterstrike:Source), ist das SDK bereits installiert.

Spieletipp für Android: Radiant

Es gibt nicht viele Spiele, denen man mit Fug und Recht nachsagen kann, dass sie prägend für Videospiele an sich (und nicht nur eines Genres) waren. Pac-Man und Pong gehören meiner Meinung nach auf jeden Fall dazu. Ebenfalls eines dieser Spiele, denen man das Prädikat „Groschengrab“ verleihen kann, war Space Invaders, welches uns Taito 1978 bescherte. Davon gibt es natürlich schon unzählige Nachahmungen, die man problemlos auch kostenlos findet.

Bei Google Play bin ich auf eine Variante gestoßen, die mir trotzdem immerhin 1,69 EUR Wert war: Radiant. Eine kostenlose Version zum Testen ist ebenfalls verfügbar – genauso wie eine HD-Variante, die angesichts der gewollt pixeligen Darstellung wenig Sinn ergibt.

Neben einer tollen pixeligen Retro-Optik in knalligen Farben, gibt es einige hübsche Bossgegner, viele Angriffsformationen und … eine Story, die nebenbei in kleinen Einblendungen erzählt wird. Und wer hätte es gedacht, der Spieler darf die Welt retten. Sehr gut gelungen ist auch die Steuerung. Außer nach rechts und links zu steuern braucht man aber auch nicht viel tun. Trotzdem ist es je nach Schwierigkeitsgrad recht herausfordernd.

Auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß und ich erwische mich immer wieder dabei, weiterzuspielen, nachdem mich die letzte Angriffsformation zerlegt hat.

Übrigens gibt es wohl auch eine Art Space Invader-Kunstaktion, bei der im öffentlichen Raum verschieden farbige Kacheln irgendwo angebracht werden. Jetzt kann ich auch endlich eines meiner Fotos einordnen, welches ich 2010 in der Nähe von Fort Jesus in Mombasa, Kenia gemacht habe.

Space Invaders in Mombasa, Kenia