Die Hexen haben ausgetanzt.

Nach über drei Jahren habe ich leider meinen Geocache Hexentanz (GC2DWEN) einstellen müssen. In der Zeit wurde er insgesamt 139 Mal gefunden und mittlerweile drei Mal zerstört, sei es durch Hochwasser oder irgendwelche Muggel, die die Tupperdose gut gebrauchen konnten. Leider wohne ich nicht mehr in der Gegend und finde einfach nicht die Zeit dafür, ihn nach der letzten Zerstörung zu erneuern. Den Kommentaren zur Folge hatten die Finder aber viel Spaß bei der Suche.

Die Suche startete in einem Baumkreis in Nähe von Laatzen und begann mit einer kleinen Geschichte.

Einer Legende nach wurde vor vielen, vielen Jahrhunderten in dieser Gegend ein ungeheurer Schatz mit mächtigen Artefakten versteckt, der lange Zeit von einem blutrünstigen Troll bewacht wurde. Es gab viele Versuche, den Schatz zu finden. Einige wenige konnten ihn lokalisieren, sind aber am Troll gescheitert. Es begab sich im Jahre 895, als sich eine Gruppe Hexen aufmachte, dieser Artefakte habhaft zu werden.

Die genaue Position des Schatzes sollte in einem mystischen Ritual beschworen werden. Dazu brauten sie in einem großen Kessel einen Trank, der eine Verbindung zur dämonischen Unterwelt öffnen sollte, auf dass Ihnen einer der Dämonen die Position des Schatzes verraten solle. Während der Beschwörungstänze um den Kessel kam es zu einer magischen Endladung, die so nicht beabsichtigt war. Als Folge dessen wurden die tanzenden Hexen in Bäume verwandelt.

Die Jahrhunderte gingen ins Land, der Kessel wurde gestohlen, der Troll verschwandt und der Schatz geriet in Vergessenheit. Die Hexen aber verharren nach wie vor in Kreisformation an Ort und Stelle.

In alten Schriften bin ich durch Zufall darauf gestoßen, wie die Position des Schatzes zu ermitteln ist. Der Weg dorthin führt über ein kleines Rätsel, bei dem die Anzahl der Hexen, die um Euch herum stehen eine Rolle spielt.

Da sich in der Gegend auch ein Baumlehrpfad befindet, durfte man nun nach und nach mehrere Bäume anlaufen, die allesamt Nummern trugen. Mit diesen Nummern konnte man jeweils die Koordinaten des nächsten Baums errechnen. Am Ende lag der Cache unterhalb einer Leine-Brücke. Troll, Brücke – Ihr versteht schon.

Schade eigentlich. Mir hat’s Spaß gemacht, den Cache zu verstecken und ihn zu betreuen. Ich werde wohl bald mal wieder einen verstecken. Der wird dann wohl in der Wedemark platziert. Diesmal  aber fernab von Hochwassergebieten.

Mein erster selbst versteckter Geocache

Nachdem ich nun schon eine Weile beim Geocaching aktiv bin und auch eine ganze Reihe Caches gefunden habe, wurde es mal Zeit, einen eigenen zu verstecken. Da so etwas natürlich gut vorbereitet sein will, habe ich mir eine schöne Stelle bei Laatzen ausgesucht, wo der NABU Laatzen einen Baumlehrpfad angelegt hat. Dabei habe ich erst einmal alle ausgewiesenen Bäume kartographiert und mir dann einen schönen Weg zwischen einigen der Bäume überlegt, um dann letztendlich am Cache anzukommen. Heute sollte der Cache dann also gelegt werden.

Um mich etwas darauf einzustimmen habe ich vorher noch den Cache „Querbeet – Bäumchen wechsle Dich“ gesucht, der auch auf der NABU-Webseite verlinkt ist. Leider mußte ich dabei feststellen, dass er doch arg viele Parallelen zu meinem geplanten Cache aufwies. Also durfte ich alles noch einmal planen und mir ein neues Versteck suchen, dass ich aber auch schnell gefunden hatte. Noch eine kurze Geschichte dazu ausgedacht und fertig war „Hexentanz„, der jetzt noch auf die Freigabe wartet.

Viel Spaß beim Suchen.