Weihnachtshaus in der Wedemark

Wer kennt sie nicht die ganzen Weihnachtshäuser, für deren Beleuchtung vermutlich jeweils ein eigenes Kraftwerk notwendig ist. Diese stehen vornehmlich in den USA und man sich denkt, dass man eine ganz schöne Macke haben muss, um das jedes Jahr aufzubauen. Zumindest bekommt man eine Macke, wenn man direkt gegenüber wohnen würde. Beeindruckend ist es auf jeden Fall, wie beispielsweise das „Amazing Grace“-Haus oder das „Star Wars“-Haus.

Interessant wird das Thema, wenn man feststellt, dass man in seiner Nähe ebenfalls so ein Haus stehen hat. Beispielsweise steht in unserem Nachbarort Hellendorf in der Wedemark das Haus der Familie Balke. Dieses wird vom 1. Advent bis zum 6. Januar in der Zeit von 17 bis 22 Uhr weihnachtlich beleuchtet und kann in 30900 Wedemark/Hellendorf, Postdamm 4 bewundert werden. Zur Unterstützung bei der Stromrechnung hängt eine Spendenbox am Laternenpfahl.

Wer ein Weihnachtshaus in seiner Nähe sucht, findet hier eine gute Übersicht.

Dicke Dinger bei der Apfelernte

Nachdem unser Apfelbaum im letzten Jahr so gut wie keine Früchte getragen hat, hing er in diesem Jahr wieder ordentlich voll. Da viele Äpfel mittlerweile selbst den Weg nach unten gefunden haben, haben wir heute auch den Rest gepflückt. Und wie bei unserem Baum üblich waren da richtig dicke Dinger dabei. Die Top 5 habe ich einfach mal fotografiert. Sie brachten alle deutlich mehr als ein halbes Kilogramm auf die Waage. Und von der Größe haben wir noch eine ganze Menge mehr.

Die Top 5
Die Top 5

Leider haben wir eine Apfelsorte (keine Ahnung, wie die heißt), die nicht besonders gut schmeckt, wenn man die Äpfel einfach so essen möchte. Als Apfelmus hingegen oder auf einem Apfelkuchen schmecken sie sehr lecker. Da sie sich auch nicht gut zum Einlagern eignen, hoffe ich natürlich, dass ich noch die eine oder andere Idee bekomme, was man noch daraus machen kann. Sonst gibt’s die nächsten Wochen nur noch Apfelmus und Apfelkuchen.

Der schwerste Apfel brachte es übrigens auf stolze 669 Gramm.

Der Siegerapfel im Vergleich zu einer handelsüblichen Orange
Der Siegerapfel im Vergleich zu einer handelsüblichen Orange

Das ist aber noch meilenweit von dem bisher größten Apfel entfernt, den wir von unserem Baum gepflückt haben. Diesen haben wir 2011 gepflückt und er wog genau 1062 Gramm und hatte einen Umfang von 44 Zentimetern. In den Apfelpflücker hat er bei Weitem nicht gepasst.

Die Mutter aller Äpfel - stolze 1062 Gramm
Die Mutter aller Äpfel – stolze 1062 Gramm

Bundeswehrgeschichten

Vor 20 Jahren wurde ich zum Grundwehrdienst bei der Bundeswehr beim FüUstRgt 20, einem Fernmelderegiment in Hannover-Bothfeld, einberufen und nehme dies zum Anlass, hier mal ein paar Geschichten meiner Bundeswehrzeit zum Besten zu geben. Üblicherweise ist es so, dass im Nachhinein viele schöne Erinnerung an die Zeit bleiben. Selbst den Momenten, bei denen man damals geflucht hat, gewinnt man die eine oder andere lustige Seite abgewinnen.

Fangen wir doch gleich mal mit meinem Gruppenführer in der Grundausbildung an. Dieser war während der ersten Tage noch im Urlaub und wir haben von allen Seiten zu hören bekommen, er sei ein richtig harter Hund. Als Ersatz diente sein Hilfsausbilder, der gerade mal drei Monate länger dort war und den gleichen Dienstgrad hatte wie wir. Damals wurde man erst nach sechs Monaten Gefreiter. Unser Vorgesetzter war er nur aufgrund seiner Funktion. Auch er versuchte, den harten Kerl heraushängen lassen zu müssen. Wir, damals waren wir ja alle jung, unerfahren und leicht einzuschüchtern, haben natürlich alles brav mitgemacht, was uns befohlen wurde. Unseren Respekt hat er sich aber leider nie verdient und so verbrachte er während der Fußballspiele nach Dienstschluss, bei denen er mitgemacht hat, recht viel Zeit am Boden, da einiger der Kameraden doch durch ein etwas körperbetontes Spiel auffielen.

Zurück zu den eigentlichen Gruppenführern. Diese haben sich am Anfang vorgestellt. Üblicherweise lief das so ab: „Mein Namen ist Soundso, ich bin 24 Jahre alt, habe zwei Kinder und meine Hobbys sind …“. So weit so gut. Nachdem unser Gruppenführer dann aus dem Urlaub wiederkam hat auch dieser sich vorgestellt: „Ich bin der Stabsunteroffizier Z. Mein Alter tut nichts zur Sache. Ich will Berufssoldat werden. Da kennen Sie ja meine Einstellung.“ Schluck! Was haben wir denn da für einen abbekommen.

Mein lieber Gruppenführer Z. ließ während der ganzen Dienstzeit tatsächlich immer den harten Hund raushängen und wir, seine Gruppe, haben uns wurden durch ihn für alle möglichen Aufgaben freiwillig gemeldet. Aufbauen auf der Schießbahn? „Meine Gruppe macht das, Gruppe 5.“ Vorbereitung für die 72-Stunden-Übung? „Hier, Gruppe 4!“ Mit der Zahlenbezeichnung für seine Gruppe hatte er es leider nicht so.

Nun, es sollte aber noch recht lustig mit ihm werden. Wenn auch aus seiner Sicht etwas unfreiwillig.

UvD und Wache

Uns ist recht schnell aufgefallen, dass er regelmäßig am Wochenende entweder UvD (Unteroffizier vom Dienst) oder Wache hatte. Wahrscheinlich wollte er damit Eindruck schinden, dass er so viele, bei anderen ungeliebte Dienste übernahm. Dummerweise erwischte es bei den UvD-Diensten immer auch einen von uns, der als GvD (Gefreiter vom Dienst) fungierte. Als erstes war ich dran. Na toll, das Wochenende war dahin. 24 Stunden eingesperrt mit meinem Gruppenführer in einem ansonsten menschenleeren Block. Ab und zu mal ein Kontrollrundgang, das war’s. Zum Glück saß er nicht die ganze Zeit im UvD-Büro, sondern verzog sich häufiger mal.

So kam es auch, dass er den Anruf seiner Frau verpasste, den ich entgegennahm. „Hier ist Frau Z. Geben Sie mir mal meinen Mann“. „Der ist gerade auf einem Kontrollrundgang.“ „Soll mich zurückrufen.“ Genau wie er formulierte auch sie nur kurze Sätze. Das schien in der Familie zu liegen.

Natürlich hat er sie gleich zurück gerufen, als ich ihm davon erzählte. Ich weiß zwar nicht, worüber sie gesprochen haben, aber von ihm hörte ich nur: „Ja, Schatzi. Natürlich Schatzi. Ich Dich auch, Schatzi“. Meine Güte, der schien ja zu Hause richtig unter dem Pantoffel zu stehen. Kein Wunder, dass der die Wochenenden lieber in der Kaserne verbrachte.

Natürlich wollten meine Kameraden wissen, wie es war, mit ihm am Wochenende Dienst zu schieben. Ich konnte leider nicht verhindern, ihnen auch von dem Anruf zu berichten, was allgemeines Gelächter hervorrief.

Bereithalten für weitere Befehle

Eine andere Geschichte handelte von den Vorbereitungen auf die 72-Stunden-Übung. Dafür musste natürlich jede Menge Ausrüstung auf einen LKW geladen werden. Und welche Gruppe eignete sich dafür besonders? Unser Zugführer musste eigentlich gar nicht danach fragen. Er wusste schon, wer sich dafür freiwillig melden würde.

Nachdem alles verstaut war, haben wir von unserem Gruppenführer den Befehl bekommen, uns auf dem Gang unseres Blocks für weitere Befehle zur Verfügung zu halten, während er mit einem Kameraden noch Wasserkanister befüllen fuhr. Das war so gegen 11 Uhr. Alle anderen Gruppen durften den ganzen Tag im Hörsaal Waffen reinigen. Gelegentlich gab es dort eine Pause und sie gesellten sich zu uns. Auch unser Zugführer setzte sich zu uns und unterhielt sich mit uns völlig ungezwungen. Er fragte natürlich, was wir dort machten und wir gaben ihm bereitwillig Auskunft.

Nach dem Mittagessen setzten wir uns wieder auf den Gang, warteten weiter auf weitere Befehle und quatschten mit den anderen während der Pausen. Irgendwann kurz vor Dienstschluss, unser Zugführer saß gerade bei uns auf einer Treppe, die man vom Gang aus nicht einsehen konnte, lief unser Gruppenführer über den Gang und ich fragte ihn, ob wir uns weiterhin zur Verfügung halten sollten. Er war etwas erschrocken, gab zu, dass er uns vergessen hatte und machte uns dann lauthals den Vorwurf, dass wir uns doch bei ihm hätten melden müssen. Das ging natürlich schlecht, haben wir ihn doch seit 11 Uhr erst dort wieder gesehen. Als er hoch fuhr, ertönte vom Treppenabsatz die etwas lautere Stimme unseres Zugführers: „Stabsunteroffizier Z., zu mir.“ „Jawohl Herr Hauptfeldwebel, Stabsunteroffizier Z. meldet sich wie befohlen“. Danach gingen sie in das Büro des Zugführers, der sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte.

Das verlorene Schiffchen

In der Kompanie gab es damals die Regelung, dass man einen Tag Sonderurlaub bekam, wenn man in seinem Fahrtennachweisheft 2.000 Kilometer zusammen hatte. Das war aufgrund der kurzen Wege zum und auf dem Standortübungsplatz natürlich nicht leicht. Und so kam es, dass unser Gruppenführer während eines Orientierungsmarsches mit Stationen, bei dem er eine Station zum Zerlegen und Zusammensetzen des Gewehrs G3 diese Station seinem Hilfsausbilder überlassen hat und er selber lieber mit dem LKW durch den Wald gebürstet ist, um Kilometer zu sammeln. Sein natürlich vorschriftsmäßig gepackter Rucksack lehnte derweil in Stationsnähe an einem Baum … und war später verschwunden.

Die dafür fällige Schadens- und Verlustmeldung in zigfacher Ausfertigung wollte er natürlich nicht schreiben. Der Kompaniechef überzeugte ihn aber eines Besseren. Soviel zur Vorgeschichte.

Während eines Schießbahnaufenthalts hatte es sehr stark geregnet. Glücklicherweise gab es dort so etwas wie ein Café. Nun ja, es war ein Dach über dem Kopf und man konnte Kaffee und Tee bestellen. Alle die, die nicht gerade geschossen haben oder dafür anstanden, waren also in diesem Café. Einer der Kameraden schrieb auch gerade eine Schadens- und Verlustmeldung. Da kam unser Gruppenführer herein, sah dies und meinte: „Na, wohl ein Schiffchen verloren, was?“. Irgendwo aus dem Raum ertönte dann eine Stimme: „Manche schreiben für ein Schiffchen, andere für eine komplette Ausrüstung.“ Ruckzuck fuhr er wieder hoch und brüllte: „WER WAR DAS? MELDEN SIE SICH SOFORT BEI MIR!“ Natürlich meldete sich niemand.

Stattdessen ertönte die Stimme die Stimme der Wirtin. Man stelle sich das so vor, dass sich die Sonne verdunkelte und die Erde leicht anfing zu beben. Das war ein gewaltiges Tier von Frau, dass sich dort vor unserem Gruppenführer auftürmte. „WAS GLAUBST DU WER DU BIST? HIER IST NUR EINE LAUT! […] MEIN MANN WAR OBERSTABSFELDWEBEL, DER HÄTTE SO EINEN WIE DICH IN DER PFEIFFE GERAUCHT! […]“. Leider habe ich viel von dem, was sie gesagt hat, vergessen. Aber das Wichtigste ist hängen geblieben. Unser Gruppenführer war mit seinen vielleicht 1,75 Meter eh schon nicht so groß, aber da wirkte er noch kleiner.

Unser Kompaniechef war während der ganzen Gegebenheit übrigens ebenfalls zugegen und hatte deutlich Mühe, nicht lauthals loszulachen und ist danach wohlweislich vor die Tür gegangen.

Starke Argumentation

Bei der Bundeswehr gibt es viele Leute, die nichts hinterfragen und sich auch ansonsten recht wenig Gedanken machen. Da kann man schon mal verzweifeln, wenn man ein paar Fragen gestellt bekommt, auf die es letztendlich nur eine Antwort gibt.

1994 ist mir als sehr warmer Sommer in Erinnerung geblieben. Trotzdem mussten wir jedesmal diesen fetten Wollpullover mit in den Rucksack stopfen und mitschleppen. Da fragt man sich natürlich warum das so ist. „Sie werden froh sein, wenn Sie den dabei haben, wenn Sie sich während eines Gefechts nach Sibirien durchschlagen.“ Mal abgesehen davon, dass Russland nicht mehr der Feind war (das war zu Übzwecken immer Rotland) gab es einen kleinen Schwachpunkt in der Antwort. „Wie sollen wir denn da hinkommen, wo wir doch eine Verteidigungsarmee sind?“ Damals war noch nicht daran zu denken, dass die Bundeswehr die Sicherheit Deutschlands auch mal am Hindukusch verteidigen würde.

Während der Ausbildung hatten wir gelegentlich die leichte Panzerfaust dabei. Außer Schleppen und Reinigen haben wir damit aber eigentlich nichts gemacht. Auf die Frage, ob wir denn damit auch mal schießen würden, gab es die Antwort: „Nein! Ich glaube, dafür gibt’s in der gesamten Bundeswehr keine Munition mehr.“ Die Frage, warum sie dann Bestandteil unserer Ausbildung sei wurde genau wie die Frage mit der Verteidigungsarmee beantwortet.

„Äh … weil das so in der Vorschrift steht.“ – sehr überzeugend.

Ein paar Jahre später, ich war mittlerweile Zeitsoldat und selbst Stabsunteroffizier, habe ich unseren alten Kompanietruppführer aus der Ausbildungskompanie wieder getroffen und ihn nach meinem alten Gruppenführer gefragt. Er ist nie Berufssoldat geworden.

Ein Besuch der Maker Faire 2014 in Hannover

Am 5. und 6. Juli fand in Hannover die zweite Maker Faire in Deutschland statt. Einige Eindrücke davon habe ich im Video festgehalten. Wie auch bei der Maker Faire 2013 hat mir der Besuch Spaß gemacht und es gab viel Interessantes und Kurioses zu sehen. Manches inspiriert zum Nachmachen. Auf jeden Fall war es schön, mit den Leuten hinter den Projekten ins Gespräch kommen zu können.

Im Vergleich zum letzten Mal hat es eine sehr deutliche Verbesserung gegeben. Letztes Jahr fand die Maker Faire an nur einem Tag in nur einer Halle und dem Außengelände statt. Die Luft konnte man schneiden. In diesem Jahr war es viel angenehmer. Zum einen war es eine zweitägige Veranstaltung, zum anderen wurden jetzt auch zwei Hallen und das Außengelände genutzt. Dadurch hat sich alles doch sehr entzerrt und man konnte an den Projekten auch mal in Ruhe stehen bleiben und mit den Leuten reden.

Auch im nächsten Jahr bin ich garantiert wieder dabei.

Wem die Anreise nach Hannover zu weit ist, sollte vielleicht mal die Maker World in Ludwigshafen im Auge behalten, auch wenn sie in diesem Jahr bereits gelaufen ist.

Eine kleine Anekdote zum Muttertag

Mittlerweile ist es auch schon 30 Jahre her, aber ich erinner mich noch gut daran, wie ich als 9jähriger tagelang überlegt habe, was ich meiner Mutter zum Muttertag schenken konnte. Beim ortstansässigen Kaffee- und Kuchendealer wurde ich dann fündig. Ich glaube, es fing gerade an, dass Tchibo und Eduscho auch Aktionswaren ins Programm nahmen. Im Schaufenster lag jedenfalls ein Buch, das mir von der Aufmachung her sehr gefiel. Heute fände ich das Cover doch etwas dröge. Ich war jedenfalls überzeugt, meiner Mutter damit eine Freude machen zu können. Ich habe dann mein Taschengeld zusammen gekratzt, habe es gekauft und schön verpackt.

Das Buch war ein Kochbuch. Ein Diätkochbuch. Es hatte den Titel „schlank & schön„. Ich habe mir damals überhaupt nichts bei dem Titel gedacht. Und was eine Diät ist, wusste ich auch nicht. Ehrlich!

Augenscheinlich hat sie sich damals darüber gefreut. Vermutlich aber eher über die Geste. Heute lachen wir immer noch sehr gerne über dieses schwimmbadgroße Fettnäpfchen.

Mai-Käfer-Treffen in Hannover

Neun Jahre habe ich in Laatzen gewohnt und bin gelegentlich am Mai-Käfer-Treffen auf dem Messeparkplatz vorbei gekommen, ohne es jemals mit dem ersten Mai in Verbindung zu bringen. Jedesmal habe ich mir dann gedacht, dass ich dort doch einfach mal vorbei schauen müsste. Ich habe zwar nichts mit der Szene zu tun und habe nie einen Käfer oder Bulli besessen, fand aber immer, dass es sehr schöne Stücke deutscher Automobilgeschichte sind, die mittlerweile leider rar geworden sind im Straßenbild. Mittlerweile wohne ich nicht mehr in Laatzen, habe es aber trotzdem geschafft, endlich mal zum Mai-Käfer-Treffen zu fahren. Hier ein paar Eindrücke davon.

Bei der Gelegenheit wollte ich gleich mal meine neue 50mm Festbrennweite ausprobieren, was ich besser nicht getan hätte. Dadurch wurde ich was den Standort anging reichlich unflexibel. Entweder konnte ich nicht genügend Abstand zwischen mir und dem Motiv herstellen oder ich kam auf genügend Abstand und es liefen dann zu viele Leute vor der Linse rum.

Ein paar Käfer-Bilder dürfen natürlich nicht fehlen.

Häufig wurde der Bulli als Einsatzfahrzeug verwendet. Hier ein paar Beispiele, wobei erstere Bilder natürlich kein wirkliches Einsatzfahrzeug zeigen. Polizei war bei dem Treffen natürlich auch vor Ort, aber bevor ich sie der Vollständigkeit halber in ihrem T5 vor die Linse bekam, waren sie leider schon weg.

Porsche war natürlich auch vor Ort, wobei der GT3 irgendwie fehl am Platze wirkte zwischen den ganzen älteren Fahrzeugen.

Es gab auch jede Menge Karmann Ghias zu sehen. Für meinen Sohn war dabei dieses Gefährt der Hit.

Noch ein paar Schönheiten …

Die Tuner durften natürlich auch nicht fehlen,auch wenn ich davon nur wenige gesehen habe.

Und zum Schluss noch ein paar ungewöhnliche Details.

Die Nummer Eins in Niedersachsen

Die Meisterschaft in der aktuellen Saison der Fußballbundesliga ist ja nun schon seit einiger Zeit entschieden. Am spannendsten ist die Frage, wer absteigt. Und da tummeln sich einige Vereine. Seit langer Zeit ganz unten drin ist Eintracht Braunschweig, die seit dem dritten Spieltag Tabellenletzter sind. Spielen Sie schlecht? Soweit ich das mitbekommen habe, ich verfolge die Bundesliga nur am Rande und es ist mir auch egal, wer Meister wird oder absteigt, spielt Eintracht Braunschweig eigentlich ganz ordentlich mit, schießt aber nur zu wenig Tore.

Zu Eintracht Braunschweig fällt einem natürlich auch gleich die große Rivalität zu Hannover 96 ein, die im Moment im freien Fall Richtung Tabellenkeller unterwegs sind. Nehmen wir noch die wesentlich besser platzierten Wolfsburger mit dazu und machen eine rein niedersächsische Betrachtung. Berücksichtigt man nur die Spiele dieser drei Mannschaften untereinander, gibt das ein ganz anderes Bild der Tabelle.

Hannover Wolfsburg 2 : 0
Wolfsburg Braunschweig 0 : 2
Hannover Braunschweig 0 : 0
Wolfsburg Hannover 1 : 3
Braunschweig Wolfsburg 1 : 1
Braunschweig Hannover 3 : 0

Daraus ergibt sich folgende Tabelle

Platz Verein Punkte Tore
1. Braunschweig 8 6 : 1
2. Hannover 7 5 : 4
3. Wolfsburg 1 2 : 8

Verkehrte Welt sozusagen. Dafür kann sich Eintrach Braunschweig zwar auch nichts kaufen, aber es ist immerhin ein kleines Trostpflaster. Aber noch sind ja ein paar Spieltage Zeit. Vielleicht klappt’s ja doch noch mit dem Nichtabstieg.

Maker Faire 2014 in Hannover

Nachdem die Maker Faire 2013 in Hannover ein voller Erfolg war, ließ es sich natürlich nicht vermeiden, auch in diesem Jahr eine zu veranstalten. Glücklicherweise hat man aus der letztjährigen Veranstaltung gelernt, die ja reichlich überfüllt war. Zum einen verteilt es sich jetzt auf zwei Messehallen und den Außenbereich im HCC. Zum anderen wird die Veranstaltung auch auf zwei Tage ausgedehnt und findet am 5. und 6. Juli 2014 statt.

Weitere Informationen gibt es auf der Veranstalterseite. Wer bis Ende März Tickets bestellt, bekommt einen 15%igen Frühbucherrabatt. Aussteller werden natürlich auch noch gesucht.

Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein.

Welche Akzeptanz die Maker Faire in den USA hat, kann man übrigens daran sehen, dass in diesem Jahr das Weiße Haus als Veranstaltungsort hinzugekommen ist.

Netzleichen

Vor mittlerweile zwei Jahren wurde Ulf Möller, ein ehemaliger Kollege von mir, den ich als sehr sympathisch und kompetenten Mitarbeiter leider nur am Telefon kennen gelernt habe, im Alter von 39 Jahren Opfer eines Gewaltverbrechens.

Die so weit ich weiß geständigen Täter wurden relativ schnell ermittelt und stehen seit einer Weile vor Gericht. Leider gab es mehrere Verzögerungen in dem Verfahren, so dass sie nach wie vor noch in Untersuchungshaft sitzen und ein Urteil immer noch aussteht.

Warum schreibe ich das? Sicherlich auch aus persönlichem Interesse an dem Fall. Hauptsächlich aber, weil ich heute bei Google+ gefragt wurde, ob ich Ulf Möller zu meinen Kreisen hinzufügen möchte.

ulf

 

Der Mann ist seit zwei Jahren tot. Wieso wird er mir also vorgeschlagen? Nun, die Antwort ist naheliegend. Seine Hinterbliebenen haben einfach seinen Account nicht gelöscht, aus welchem Grund auch immer.

Sollten längere Zeit inaktive Konten nicht automatisch deaktiviert werden? Keine Ahnung. Aus wirtschaftlicher Sicht für den Anbieter wäre das natürlich sinnvoll. Sollte der Benutzer aber noch leben und sich nur längere Zeit nicht angemeldet haben, wäre das natürlich auch nicht schön, da ggf. für ihn wichtige Daten verloren gehen könnten. Und das würde natürlich auch wieder negativ auf den Anbieter zurück fallen.

Google hat sich daher im April 2013 zu einem anderen Schritt entschlossen. Mit dem Kontoinaktivität-Manager hat man es als Benutzer selbst in der Hand, was nach einer gewissen Zeit der Inaktivität mit dem Konto passieren soll. Dieser ist in den Kontoeinstellungen unter Datentools zu finden.

Dort kann man einstellen, nach welchem Inaktivitätszeitraum Google sich per SMS bzw. E-Mail bei einem meldet. Dies passiert einen Monat vor Ende der Frist. Sollte man bis zum Verstreichen dieser Frist immer noch inaktiv gewesen sein, besteht die Möglichkeit, bis zu 10 Personen über die Inaktivität zu informieren und optional auch das Konto mit all seinen Daten dazugehörigen Daten zu löschen.

Für Ulf kam diese Funktion leider zu spät. Man kann das natürlich auch positiv sehen. Er gerät so nicht in Vergessenheit.

 

Wählen gehen!

Heute ist Bundestagswahl und die Wahllokale haben bereits eine Zeit geöffnet. Warum sollte man aber von seinem Wahlrecht Gebrauch machen? Emma Goldman wird das Zitat zugeschrieben, dass Wahlen verboten wären, wenn sich durch sie etwas verändern würde. Und tatsächlich kann man den Eindruck gewinnen, dass es irgendwie immer der gleiche Wein in anderen Schläuchen ist, den man serviert bekommt. Warum sollte es einen also kümmern, wer in Berlin an den Fleischtöpfen sitzt.

Eine Antwort liefert unter anderen die Regelung der Parteienfinanzierung, auf die ich hier eingehen kurz möchte. Diese ist geregelt in §18 ParteiG. Für jede für sie abgegebene Stimme erhalten die Parteien jährlich 0,70 EUR. Für die ersten vier Millionen Stimmen sogar 0,85 EUR. Dies ist aber an die Bedingung geknüpft, dass die Partei mindestens 0,5% Stimmenanteil erhält. Und genau diese Bedingung ist es, die es einem Wert sein sollte, wählen zu gehen.

Auch wenn eine Demokratie missliebige Parteien, wie beispielsweise die NPD oder die Republikaner, aushalten können muss, sollte es doch allgemeines Ansinnen sein, dass diesen Parteien so weit es geht, der Nährboden entzogen wird. Ein Teil dieses Nährbodens ist natürlich auch Geld. Je weniger Leute zur Wahl gehen, desto leichter fällt es ihnen, die erforderlichen 0,5% Stimmenanteil zu erreichen, da eine einzelne Stimme mehr Gewicht hat.

Nehmen wir mal die Bundestagswahl von 2009. Dort haben die Republikaner 193.396 (die NPD sogar erschreckende 635.525) Zweitstimmen erhalten, was einem Stimmenanteil von 0,4% entsprach bei einer Wahlbeteiligung von 70,8% entsprach. Läge die Wahlbeteiligung bei beispielsweise nur noch 62,7% (die eine oder andere Landtagswahl lag dort schon mal deutlich drunter), was 5.000.000 zusätzlichen Nichtwählern entspräche, würden die Republikaner bei gleicher Stimmenanzahl die 0,5%-Hürde knacken und jedes Jahr über 135.000 EUR kassieren.

Selbst wenn man sich von keiner der Parteien wirklich vertreten fühlt, kann man durch die Abgabe seiner Stimme also immerhin etwas Positives bewirken. Gibt man seine Stimme dann auch nicht an eine der großen etablierten Parteien, sondern beispielsweise der Partei mit dem lustigsten Namen, schmälert man zum einen die Gelder der großen Parteien, zum anderen ermutigt man aber auch kleine Parteien, sich weiter am politischen Geschehen zu beteiligen.