RTF – Durch die Vogelparkregion

Die SG Bomlitz-Löhnsheide hat ein ganzes RTF-Wochenende veranstaltet mit vielen unterschiedlichen Strecken. Am Samstag wurden vier Strecken durch die Vogelpark-Region und am Sonntag drei durch den Süden des Heidekreises angeboten. Ich war am Samstag dabei und bin die 115 Kilometer lange Strecke gefahren.

Man sagt ja, dass man aus Schaden klug wird. Da es mich in diesem Jahr bereits zwei Mal mit einem platten Reifen erwischt hat, habe ich am Vorabend Antiplatt in die Reifen montiert. Dabei handelt es sich um ein sehr elastisches, aber widerstandsfähigen Kunststoff, der zwischen Mantel und Schlauch platziert wird und den Schlauch vor durchstechenden Gegenständen schützen soll. Gespannt war ich, ob sich die Fahreigenschaften in irgendeiner Weise ändern würden. Das haben sie nicht getan oder ich bin einfach nicht feinfühlig genug.

Von der Equipe Wedemark des MTV Mellendorf sind neben mir noch Christian, Dirk, Olaf und Thomas mitgefahren. Am Frühstückstisch schickte Olaf, der schon unterwegs war, die Nachricht „Wischerstufe 2“. Na toll. Kurz darauf fing es auch zu Hause an zu schütten. Aber egal. Tobi 1 – Schweinehund 0, auf geht’s.

Vermutlich durch das Wetter bedingt war das Starterfeld etwas übersichtlich. Um neun Uhr ging’s vom Hotel Forellenhof in Hünzingen auf die noch feuchte Strecke, so dass man nach kurzer Zeit durch die Gischt des Vordermanns etwas eingesaut war. Vorsicht war also geboten. Leider hat es ein paar erwischt, die es trotzdem nach unten auf den Asphalt zog. Und wie ich an einem Kontrollpunkt gehört habe, mussten zwei davon auch ins Krankenhaus. Gute Besserung.

Am Anfang konnte ich mit der Spitzengruppe noch ganz gut mithalten, wusste aber, dass mir das Tempo auf Dauer zu hoch sein wird. Und so kam es auch, dass ich sie nach knapp 25 Kilometern ziehen lassen musste. Kurz darauf kam der erste Kontroll- und Verpflegungspunkt, wo die Spitzengruppe einfach dran vorbeigerauscht ist. Dort gab es neben verschiedenen Getränken wie üblich auch Bananen und lecker geschmierte Brote. Außerdem bot sich die Gelegenheit, mit anderen Fahrern ins Gespräch zu kommen, da kurz nach mir auch schon die nächste Gruppe eintrudelte. Mit denen habe ich mich dann auch wieder auf die Strecke gemacht.

Nach einiger zeit kam die Streckenteilung der 115- und der 152-Kilometerrunde und Thomas, der ebenfalls in der Gruppe war, hat sie einfach mal verpasst. Christian, Dirk und Olaf waren in der Spitzengruppe und haben erzählt, dass sie auch erst dran vorbeigerauscht sind, dann aber frühzeitig umgedreht haben. Somit war Thomas der einzige von uns, der etwas unfreiwillig die große Runde absolviert hat.

Die Gruppe, mit der ich unterwegs war, hatte ein angenehmes Tempo, dass ich auch gut mitgehen konnte und nebenbei auch die schöne Landschaft genießen konnte. Mit der Zeit besserte sich auch das Wetter. Leider musste ich nach einiger Zeit die Gruppe ziehen lassen, da ich feststellen musste, dass das Antiplatt nicht gewirkt hat. Pfffft! Schon wieder ein Plattfuss. Die Reparatur zog sich diesmal etwas hin, da der Mantel nicht so wollte, wie ich. Als das erledigt war, ging es ans Aufpumpen. Ich brauche echt eine neue Pumpe. Mit der, die ich habe, kam ich bei der Velo-Challenge schon nur auf 2 Bar. Diesmal war es gefühlt noch weniger und die Pumpe wurde ruckzuck heiß. Glücklicherweise hielt eine freundliche Viergruppe an, die mir mit einer vernünftigen Pumpe ausgeholfen hat. Denen schloss ich mich dann auch an, um festzustellen, dass nur wenige Kurven später der nächste Kontrollpunkt war, wo auch eine Standpumpe vorhanden war.

Mit der Gruppe bin ich dann auch nahezu den Rest der Tour gefahren. Ab und zu verteilte sich die Gruppe etwas, aber dann wurde halt einfach gewartet, bis die anderen wieder dran waren. Auch konnte man gut nebenbei quatschen. Nach dem dritten Kontrollpunkt zog reichlich Wind auf, der in Zusammenarbeit mit dem welligen Streckenprofil an meinen Kräften zerrte. Nachdem wir Dorfmark hinter uns gelassen hatten, ging es eine für mich viel zu lang gezogene Steigung gegen den Wind entlang. Dort teilte sich dann die Gruppe auch endgültig auf und ich habe mich dann nur noch Richtung Ziel geschleppt. Selbst die kurze Abfahrt zum Ziel selbst bin ich eher geschlichen. Die Luft war einfach raus. Dafür gab’s aber anschließend ein leckeres Schnuckenbräu und eine Bratwurst.

Eine kleine Randnotiz noch. Wäre dies ein Rennen, hätte die Equipe Wedemark die Plätze 1 bis 3 auf der 115er-Strecke belegt. Interessanterweise gibt’s dazu gerade einen Thread auf Helmuts Fahrradseiten. Und auch Thomas hat seine ungeplanten 152 Kilometer erfolgreich absolviert. Hut ab!

Trotz aller Anstrengungen hat es viel Spaß gemacht. Organisatorisch gab es nichts zu meckern. Die Verpflegung war gut, die Leute freundlich, die Strecke schön gewählt und gut ausgeschildert. Einzig die Streckenteilung sollte vielleicht noch deutlicher angekündigt werden.

Nächstes Jahr komme ich gerne wieder.

6 Gedanken zu „RTF – Durch die Vogelparkregion“

  1. Hi!
    Ich war der mit der zweiten Luftpumpe die dann so einigermaßen funktioniert hat.
    Netter Bericht! Schöne Grüße und vielleicht bis 2015.
    Julian

    1. Hi Julian,

      vielen Dank noch mal, dass Ihr gehalten habt. Deine Luftpumpe ist echt gut. Hast Du zufällig den Hersteller und das Modell parat? Meine ist echt nur frustrierend.

      Tobias

  2. Hallo Tobias

    Ich war ebenfalls in der Vierergruppe die dich „aufgesammelt“ hat. 🙂
    Letztlich musste ich euch aber ziehen lassen. Der echt heftige Gegenwind und das Tempo war zu viel für mich. Ich bin den Rest dann mehr oder weniger Solo gefahren. Hoffentlich bis nächstes Jahr.

    Grüße
    Marcel

    1. Hi Marcel,

      bei dem Gegenwindanstieg nach Dorfmark hat sich wirklich die Spreu vom Weizen getrennt. Auch meine Vereinskameraden, die bis dahin zusammen gefahren sind, wurden da auseinander gerissen. Nächstes Jahr wird’s dann hoffentlich vom Wetter besser.

      Tobias

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.