Makro-Aufnahmen mit dem Retro-Adapter

Am Osterwochende hat Benjamin Jaworksyj ein Video zur Makro-Fotografie mit dem Retro-Adapter veröffentlicht, das meine Lust geweckt hat, meinen Retro-Adapter mal wieder rauszukramen undim Garten ein paar Fotos zu schießen.

Im Gegensatz zum von Benjamin genannten Retroadapter für 10 EUR habe ich vor ein paar Jahren 25 EUR bei Traumflieger bezahlt. Qualitativ scheint es keinen Unterschied zu geben, beide sind aus Aluminium gefräst. Für die ersten Versuche braucht man eigentlich nicht einmal einen Retro-Adapter, sondern kann einfach das Objektiv falsch herum vor die Kamera halten. Das ist zwar ziemlich wackelig, kann aber mit etwas Übung auch schöne Ergebnisse hervorbringen. Bequemer geht’s aber auf jeden Fall mit einem Retro-Adapter.

Wenn man mit der 55 mm-Einstellung arbeitet, wie Benjamin es auch im Video getan hat, bekommt man schon ziemlich nah ran. Hier einmal das Bild einer Löwenzahnblüte.

Löwenzahn bei 55 mm-Einstellung
Löwenzahn bei 55 mm-Einstellung

Richtig interessant wird es aber, wenn man die 18 mm-Einstellung wählt. Dann wird die Vergrößerung noch extremer, wie auf dem folgenden Bild (oder dem Bild mit den Facettenaugen der Fliege).

Löwenzahn bei 18 mm-Einstellung
Löwenzahn bei 18 mm-Einstellung

Das Problem bei 18 mm ist, dass der Schärfebereich verdammt gering ist. Das kann man sehr gut auf dem folgenden Bild erkennen, wo vor und hinter der Ameise sofort der unscharfe Bereich beginnt. Man braucht dazu schon eine sehr ruhige Hand und das Objekt darf sich auf keinen Fall bewegen. Das war in diesem Fall leider nicht der Fall. Die Ameise wollte partout nicht auf mich warten. Deshalb ist sie leicht unscharf. Sehr schön zu erkennen sind aber im linken Bereich die Ameiseneier, die nur unwesentlich größer als die Sandkörner sind.

Ameise bei 18 mm-Einstellung
Ameise bei 18 mm-Einstellung

Ein letzter Hinweis noch zum Retro-Adapter. Das Objektiv ist bei dessen Benutzung offen. Deshalb sollte man besonders auf Verschmutzungsgefahren achten. Da kriegt man den Dreck nämlich wesentlich schlechter raus als von der Linse, die normalerweise vorne ist.

Einen preiswerteren Einstieg in die Makro-Fotografie dürfte es wohl nicht geben, wenn man eine DSLR hat.

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