Neuer Fokuseffekt bei Googles neuer Kamera für Android

Google hat heute eine neue Version der Kamera-App für Android-Smartphones mit Android ab Version 4.4 veröffentlicht. Die interessanteste Neuerung dabei ist sicherlich der Fokuseffekt. Mit diesem ist es möglich, den Schärfebereich des Fotos im Nachhinein zu verändern. Dies kannte man bisher vornehmlich von Lytro-Kameras und Windows 8-Smartphones. Die Bedienung dabei ist ziemlich einfach. Hat man ausgewählt, dass man den Fokuseffekt nutzen möchte, fokussiert man das gewünschte Objekt und löst aus. Auf dem Display erscheint dann die entsprechende Anweisung, wie es weitergeht. Man muss die Kamera langsam nach oben bewegen, dabei aber das Objekt weiterhin im Fokus behalten. Dabei werden weitere Aufnahmen gemacht, aus denen sich dann anschließend die einzelnen Schärfebereiche berechnen lassen. Im Gegensatz zur Lytro-Kamera, die das mit einer Aufnahme hinbekommt, darf sich im Bild natürlich nichts wesentlich bewegen.

Das Ursprungsbild ist überall scharf, wie es bei Smartphone-Kameras üblich ist.
Das Ursprungsbild ist überall scharf, wie es bei Smartphone-Kameras üblich ist.

Die Bilder haben in dem Modus auf meinem Nexus 4-Smartphone nur eine Auflösung von 1024×768 Pixel. Für Ausdrucke ist das natürlich ziemlich wenig, für Bildschirmdarstellungen und zum Einbinden in Webseiten sollte es aber ausreichen. Leider musste ich feststellen, dass das nachträgliche Setzen des Schärfe nicht immer gut klappt. Zum Einstellen des Schärfebereichs tippt man mit dem Finger auf den gewünschten Punkt auf dem Bild, der scharf dargestellt werden soll und kann darunter über einen Schieberegler festlegen, wie stark der Rest des Bildes unscharf gemacht werden soll. Um den Effekt zu verdeutlichen, habe ich die volle Stufe der Unschärfe genommen.

Das Setzen des Schärfebereichs auf die Spitze der Gießkanne ist einigermaßen gelungen.
Das Setzen des Schärfebereichs auf die Spitze der Gießkanne ist einigermaßen gelungen.
Der Versuch, nur unseren Kater scharf darzustellen, kann eher als nicht so gelungen bezeichnet werden.
Der Versuch, nur unseren Kater scharf darzustellen, kann eher als nicht so gelungen bezeichnet werden.

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