Objektiver Zuwachs

Mich treibt gerade die Nachtfotografie um, sprich den Sternenhimmel abzulichten. Mit meinen Objektiven habe ich dabei aber nur mäßigen Erfolg gehabt, da diese im besten Fall eine Blendenzahl von 1:2,8 bieten. Ich bin kein Fachmann, habe aber das Gefühl, dass das einfach nicht lichtstark genug ist, um vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Um das etwas auszugleichen blieben eigentlich nur das Heraufsetzen des ISO-Wertes, was das Bild deutlich körniger werden ließ oder die Verlängerung der Belichtungszeit, was teilweise dazu führte, dass die Sterne Spuren hatten, da sich die Erde ja dreht.

Ich habe lange überlegt, ob ich mir das Canon 50mm 1:1,8 II oder das Canon 50mm 1:1,4 USM zulegen soll. Das 1,8er soll zwar auch tolle Ergebnisse liefern, jedoch soll die Materialanmutung doch eher der eines Joghurtbechers nahe kommen. Und wenn man den Rezensionen des Objektivs Glauben schenken darf, scheint es eine große qualitative Streuung zu geben. Außerdem soll der Autofokus ziemlich langsam und ungenau sein. Das größte Argument für das Objektiv ist der unschlagbare Preis von knapp 90 EUR.

Letztendlich ist es dann aber doch das 1,4er geworden. Dafür war nicht die bessere Blendenzahl, sondern eher der Autofokus mit Ultraschallmotor und die Verarbeitungsqualität ausschlaggebend. Der Preis lag zwar beim Dreifachen des anderen Objektivs, aber wenn ich schon Geld ausgebe, dann will ich auch was Vernünftiges haben.

Heute kam es jedenfalls in der Packstation an. Schnell ausgepackt und aufgeschraubt. Die Materialanmutung ist wie erwartet hoch und braucht sich hinter meinem Canon 60mm 1:2,8 USM-Makro nicht zu verstecken.

Ein paar Beispielbilder habe ich auch gemacht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Leider ist es heute sehr bewölkt, so dass es keine Aufnahmen des Sternenhimmels sind. Als Motiv diente ein Tulpenstrauß mit einer Lampe im Hintergrund. Die Tulpen waren dezenz von oben beleuchtet. Ansonsten war es eher dunkel im Raum.

Brennweite 50mm, Blende 1:1,4, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100
Brennweite 50mm, Blende 1:1,4, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100

Das ist also eines der ersten Bilder mit dem neuen Objektiv, welches ich als Referenz für die anderen nehme. Die technischen Daten stehen jeweils unter dem jeweiligen Bild. Ich habe versucht, ähnliche Bilder mit den anderen Objektiven bei möglichst ähnlichen Einstellungen zu erzielen. Als nächstes kommt mein Makro-Objektiv zum Einsatz.

Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100
Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 100

Ups, das ist aber ganz schön dunkel. Mit ISO 400 sieht es dann aber schon besser aus.

Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 400
Brennweite 60mm, Blende 1:2,8, Verschlusszeit 1/250s, ISO 400

Und wie schlägt sich mein Zoomobjektiv? Das bietet zwar eine Blende von 1:3,5, führt dann aber dazu, dass die Aufteilung des Bildes eine ganz andere ist. Von daher zoome ich etwas ran, so dass ich auch auf eine Brennweite von 50mm komme.

Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 100
Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 100

Oha, auch ganz schön dunkel. Also auch hier wieder die ISO-Zahl erhöhen.

Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 400
Brennweite 50mm, Blende 1:5,0, Verschlusszeit 1/125s, ISO 400

Schon besser. Letztendlich gefällt mir das Bild meines neuen Objektivs einfach am besten.  Es folgt noch ein kleiner Vergleich der drei Objektive, bei dem klar wird, warum das neue das lichtstärkste ist, wenn man sich die Blendenöffnung anschaut.

Links: Canon EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM, Mitte: Canon EF-S 60mm 1:2,8 Makro USM, Rechts: Canon EF 50mm 1:1,4 USM
Links: Canon EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM, Mitte: Canon EF-S 60mm 1:2,8 Makro USM, Rechts: Canon EF 50mm 1:1,4 USM

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