Halteklammer für Treppenschutzgitter

Das Treppenschutzgitter zur Sicherung unseres Nachwuchses, das wir zwischen Küche und Flur platziert haben, wird nur in den Türrahmen eingeklemmt. Mit etwas Druck lässt sich das Treppenschutzgitter aber problemlos aus dem Türrahmen schieben. Der Hersteller hat zwar entsprechende Vorrichtungen mitgeliefert, die das Verschieben verhindern, dafür müssten aber die Türrahmen angebohrt werden. Hier zeige ich eine alternative Lösung, die durch das Treppenschutzgitter selbst am Rahmen fixiert wird. Und natürlich ist wieder ein wenig dabei schief gegangen, war unüberlegt und hat erst im zweiten Anlauf funktioniert wie gewünscht.

Die hier gezeigte Bauanleitung weicht auch von der tatsächlich verwendeten ab und ist in entsprechend logische Schritte unterteilt.

Klammern erzeugen
An meiner zur Tischkreissäge umfunktionierten Kreissäge habe ich ein Restholzstück auf die gewünschte Breite, sprich die Höhe der Halteklammer und dies anschließend in vier der Türrahmenbreite entsprechenden Teile gesägt.

Danach ging es darum, die Aussparung zu erstellen, mit Hilfe die Halteklammer im Türrahmen Halt findet. Dies habe ich in mehreren Schritten mit der Oberfräse, die ich als Tischfräse benutze, durchgeführt.

Dummerweise habe ich beim zweiten, tieferen Fräsvorgang eines der Stücke verkehrt herum gehalten und es damit erst einmal ruiniert und mich mangels Holz dazu entschlossen nur zwei Halteklammern für die oberen Klemmbacken zu bauen. Später habe ich es dann doch für eine der beiden unteren Halteklammern verwendet, wobei ich den ruinierten Teil nach unten zeigen lasse. Da sieht man den Fehler dann nicht.

Mal abgesehen davon, dass das nicht ganz ungefährlich ist, mit der Oberfräse das ganze Material zu entfernen, ist es auch ziemlich aufwändig. Mit der bei den Korrekturarbeiten erwähnten Methode geht es schneller und sicherer.

Öffnung für Klemmbacken
Die Öffnung für die Klemmbacken wurde mit einem entsprechend großen Forstnerbohrer am Bohrständer gemacht. Dummerweise habe ich nicht genau darüber nachgedacht und die Öffnung komplett durch die Halteklammer gebohrt. Das führt dazu, dass sich der Klemmbacken zwar nicht vor und zurück schieben lässt, dies aber Vibrationen an der Halteklammer erzeugt und diese letztendlich vom Türrahmen wegrutscht und auf dem Gewinde des Klemmbacken landet. Dadurch verliert die Halteklammer natürlich ihre Wirkung.

Korrekturarbeiten
Damit ich mit den Klemmbacken Druck auf die Halteklammer ausüben kann, muss ich an der Öffnung für die Klemmbacken ein Holzplättchen einkleben, welches ich mir schnell zurecht gesägt habe. Für dieses Holzplättchen muss ich aber die Aussparung noch einmal etwas vertiefen, damit die Aussparung wieder eine ebene Auflagefläche hat.

Den einfachste Weg schien mir die Zug-, Kapp- und Gehrungssäge zu bieten. Einfach die gewünschte Höhe einstellen und ein paar Mal vor und zurückziehen. Fertig. Das entspricht in etwa dem, was die Amerikaner mit ihren Dado-Blades machen. Im Video sieht man das meiner Meinung nach ganz gut.

Durch das Einstellen der Schnitttiefe des Sägeblatts ist es nicht mehr möglich, das Werkstück direkt am Anschlag der Zug-, Kapp- und Gehrungssäge zu positionieren, da durch das runde Sägeblatt in dem Fall keine ebene Schnittfläche mehr erzeugt werden kann. Deshalb habe ich ein Abstandsklötzchen zwischen Anschlag und Werkstück gespannt.

Diese Art, Aussparungen zu erzeugen erscheint mir wesentlich schneller und sicherer zu gehen als mit der Oberfräse. Daher habe ich die Aussparungen der letzten beiden Halteklammern so erzeugt.

Feinschliff
Um das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes abzurunden habe ich sämtliche nach außen zeigende Kanten mit einem Abrundfräser abgerundet und anschließend die Halteklammer noch einmal geschliffen. Zu guter Letzt habe ich sie mit weißem Sprühlack überzogen, so dass sie sich farblich dem Türrahmen anpassen.

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